spielart – werkstatt für sprache, kommunikation und bewegung

 

aneke wehberg herrmann

wesemlinrain 3c

CH- 6006 luzern

+41 79 234 0536

 

regula mentha

jägerstrasse 21

3074 muri

+41 79 258 07 31

 

Sohila Barfi

Begasstr.5

D-12157 Berlin

+49 176 611 29597

2016/17

Fremd sein oder einfach anders

Eine integrative Kunst- und Kulturwerkstatt in Berlin

Das erste Projekt von spielart berlin

Eine Kunst- und Kulturwerksatt, in der Kinder und Jugendliche aus deutschen Familien und aus asylsuchenden Familien über einen gemeinsamen künstlerischen Arbeits- und Erfahrungsprozess mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten in einen interkulturellen Dialog miteinander treten. Begleitet werden sie dabei sowohl von im deutschsprachigen Raum lebenden Künstlern und Künstlerinnen aus verschiedenen Herkunftsländern, als auch von Künstlern und Künstlerinnen und Pädagogen und Pädagoginnen von spielart. Am Ende des Prozesses zeigen sie ihre erarbeiteten "Kunstwerke" in einer gemeinsamen Werkschau. Geplant ist ausserdem eine Buchreihe, in der ihre Arbeiten dokumentiert und veröffentlicht werden sollen und, bei Text-,Theater-, oder Musikwerkstätten, auch die Produktion einer CD, bzw. eines Hörbuchs. Der Prozess soll in Auszügen filmisch dokumentiert werden. Erste Verhandlungen laufen und Anträge für dieses Eröffnungsprojekt in Berlin sind eingegeben.

Wir machen uns auf zu neuen Ufern.

Das neue ganzheitlich-künstlerisch-theatrale Konzept von spielart

Improvisation & Theater,

Choreographie & Bewegungstraining,

Qigong & Yoga, Stimme & Atem

In unserem langjährigen Theater Kurs im Gymnasium Alpenquai arbeiten wir in diesem Jahr neu in Modulen, die das Theaterspielen auf mehreren Ebenen erfahrbar machen. Wir orientieren uns hierbei an den neusten Entwicklungen ästhetischer,ganzheitlicher Bildung. Dieses Konzept möchten wir jetzt auch an anderen interessierten Schulen anbieten. Erste Anträge wurden bei Schukulu Luzern, einer Plattform für Kunst und Kultur in Schulen in Luzern, eingereicht.

Yoga  Lia Schmieder namaste@yoga-lia.ch

Qigong  Steffi Bürger www.stefaniebuerger.com

Bewegungstraining / Choreographie  Claudine Ulrich claudine@sardinesauvage.se

Dramaturgie  Regula Mentha / Sohila Barfi

Atem / Stimme / Regie  Aneke Wehberg Herrmann

 

 

 

 

Auf die verschiedenen Bereiche spezialisierte Künster und Künstlerinnen, Pädagogen und Pädagoginnen werden in Modulen die Grundlagen der verschiedenen Schwerpunkte unterrichten und einen Transfer zwischen den Bereichen herstellen.

Mit einer Kombination aus Qigong und Yoga, die wir für den Schulunterricht in grossen Gruppen konzipiert haben, vertiefen wir die Wahrnehmung von Atem,Stimme und Körper. Anschliessend können die durch diese Vertiefung neu erworbenen Kenntnisse in den szenischen und choreographischen Improvisationen überprüft und angewendet werden.In den Schreibwerkstätten wird thematisch ergänzend eigenes Textmaterial erarbeitet. Alle in dem gesamten Prozess gemachten Erfahrungen fliessen in die Erarbeitung der Werkschau ein, die am Ende als Ergebnis auf der Bühne gezeigt werden sollen.

Bern im Haus der Religionen 

Candlelightdinner am 22. Dezember

Eine neunte Klasse befasst sich mit den grossen Fragen des Zusammenlebens und stellt sich und ihre Texte am kürzesten Tag des Jahres einem geladenen Publikum vor.

Emma Lou Herrmann

 

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Fremd sein - oder einfach anders  Werkstatt für interkulturellen Dialog

spielart Schweiz in Zusammenarbeit mit HelloWelcome

flüchten ankommen Heimat finden

In Zusammenarbeit mit HelloWelcome plant spielart eine Werkstatt, in der junge Menschen, die aus ihrer Heimat in die Schweiz geflüchtet sind und junge Einheimische aus Luzern über einen gemeinsamen künstlerischen Arbeits - und Erfahrungsprozess mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten in einen interkulturellen Dialog miteinander treten.

Die Werkstatt soll mit dem syrischen Autor Hamed Abboud stattfinden, musikalisch begleitet wird er von dem syrischen Musiker Bahur Ghazi.

Das Fach- und Wirschaftsmittelschulzentrum Luzern ist interessiert daran, dieses Projekt gemeinsam  mit dem HelloWelcome und spielart umzusetzen .

 

Der Lyriker Hamed Abboud, geb 1987 floh aus Syrien über Dubai, Ägypten und die Türkei nach Europa. Heute lebt er als anerkannter Flüchtling in Österreich. Seine Texte handeln von dem, was er in seiner Heinmal erlebt hat, vom Alltag unter einem diktatorischen Regime, von

Verfolgung, Flucht, und von der Sehnsucht nach einem anderen Leben.2015 erhielt er das Jean - Jaques- Rousseau Stipendium der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. 2017 werden seine Gedichte im Verlag PudelundPintscher erscheinen.

 

Der syrische Musiker Bahur Ghazi kommt aus Daraà und lebt in Graubünden.

Er hat als Kind begonnen Oud zu spielen und sich intensiv mit Musik auseinanderzusetzen. Nach einigen Jahren in Syrien erhielt er ein Stipendium, um am "Arabic Oud House" in Kairo bei Naseer Shamma zu studieren. An dieser Schule unterrichtete er schliesslich und spezialisierte sich auf arabische Musik .Er verfügt über langjährige Erfahrung, komponierte für andere Künstler und trat an Konzerten in Aleppo, Muskat , Beirut, Kairo und Doha auf. Auch in der Schweiz hat Ghazi als Musiker Fuss gefasst .Er wurde mehrfach ausgezeichnet und tritt in verschiedenen Formationen und Projekten auf.

 

2015/16

Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern

Berufsvorbereitung BV

10. Schuljahr

Trainingsmodul zur Kompetenzschulung

"Erscheinungsbild und Auftreten im professionellen Rahmen"

 

"Wie wirke ich?"

Beobachten - Experimenteiren - Verändern - Überzeugen

Eliot Lee Hazel

Kantonsschule Alpenquai Luzern Theaterkurs in Zusammenarbeit mit dem Luzerner Theater

"Die Nacht danach"

Eine Bearbeitung nach Wladimir Tendrjakows

"Die Nacht nach der Abschlussfeier"

 

Premiere           23.04.2016   19.30 Uhr

Aufführungen   29.04.2016   19.30 Uhr

                          30.04.2016    19.30 Uhr
 

Regie Aneke Wehberg Herrmann

Choreographie Claudine Ulrich www.sardinesauvage.se

Dramaturgie Regula Mentha

outsite eye Sohila Barfi

Bühne Viola Valsesia

Licht  Mariella von Vequel-Westernach

Kostüme  Paula Herrmann

musikalische Bearbeitung Jens Fries

Regieassistenz Kim Rosko

Hospitanz und Training Stefanie Bürger

Koordination Schule AndreasZürcher

www.stefaniebuerger.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Nacht danach ist eine von dem diesjährigen Theaterkurs bearbeitete Stückfassung von Wladimir Tendrjakows Theatertext Die Nacht nach der Abschlussfeier. Tendrjakow (1923 - 1984) war nach dem Tode Stalins während der „Chrustschow‘schen Tauwetterzeit“ in den 50-70iger Jahren in der Sowjetunion ein wichtiger Autor. Politisch war er umstritten, einige seiner Werke konnten erst nach seinem Tod erscheinen. Er war der Ansicht, dass Künstler gezwungen seien, das zu sehen, was andere noch nicht sehen und schrieb der Literatur die Aufgabe zu, gesellschaftlich relevante Denkanstöße zu geben. Neben der Frage nach dem Umgang mit individueller Schuld und dem Spannungsfeld zwischen persönlicher Gewissensentscheidung und gesellschaftlicher Verantwortung geht es in seinen Werken auch oft um die Selbstfindungsprozesse Jugendlicher, wie in Die Nacht nach der Abschlussfeier. Das Stück wurde 1975 erstmalig ins Deutsche übersetzt und spielt ursprünglich in Russland. Wir befinden uns heute, hier und jetzt in der Schweiz, 2016 in einem Gymnasium, dem größten Gymnasium der Innerschweiz. Wir suchen Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Übereinstimmungen, suchen nach dem Motiv welches eint: Jugendliche auf der Schwelle zwischen Gestern und Morgen, die ihre Schulzeit hinter sich lassen und in ihr Leben starten wollen auf dem Weg ins Erwachsenwerden. In der Schweiz ebenso, wie in Russland oder irgendwo in Europa, damals wie heute. Auch Krieg, Vertreibung und Flucht sind einende Motive. Die Schweiz wurde weitgehend vom Krieg verschont. Uns geht es gut. Doch das Thema Krieg, Flucht, Terror, Not rückt näher an uns heran. Menschen, die fliehen mussten, leben mit uns, unter uns. Es ist in unserer Verantwortung, ihre Geschichten anzuhören – und wahrzunehmen, was sie in unseren Seelen bewirken, um das zukünftige gesellschaftliche Zusammenleben gestalten zu können.

In Die Nacht nach der Abschlussfeier kritisiert die Jahrgangsbeste Julia in ihrer Abschlussrede mit überraschend eindeutigen Worten das Schulsystem und blickt anders auf ihre Schulzeit zurück, als die Anwesenden es erwartet hätten. Sie spricht über ihre Angst vor der Zukunft. Sie spricht davon, dass sie viel gelernt hat, nur das Wichtigste nicht: Sie weiß nicht, was sie wirklich begeistert. Welche Dinge möchte sie ergründen? Anstatt dem nachzugehen, hat sie immer nur das getan, was von ihr erwartet wurde. Und jetzt weiß sie nicht, was sie liebt, wofür es sich lohnen würde, zu leben, und welchen Weg sie einschlagen soll. Das macht ihr nun, da die Schulzeit vorbei ist, an der Schwelle zum Erwachsenwerden Angst. Die Mitschüler und Schülerinnen hören zu, das Kollegium hört zu. Alle sind für einen Moment sprachlos. In ihrer sehr persönlichen Rede hat Julia, fast ein wenig erschrocken über sich selbst, ihre Unsicherheit und Hilflosigkeit preisgegeben und resümiert, dass ihr all das, was vor ihr liegt, egal erscheint. Damit wirft sie viele Fragen auf: Wie sollte eine gute Schule sein, was zeichnet eine gute Lehrperson aus, welche Bedingungen müssten erfüllt werden, damit die Kinder und Jugendlichen lernen und sich und ihre Potentiale entfalten können? Ist glücklich sein eine Kategorie, die auch in der Schule von Bedeutung sein sollte? Kann oder muss Schule das leisten? Wie sollen unsere Kinder am Ende der Schulzeit in das Leben entlassen werden? Julia hat all diese Fragen in den Raum gestellt und das Kollegium und die Schulleitung müssen jetzt damit umgehen. Sie diskutieren ihre unterschiedlichen Haltungen dazu und sie ringen, jeder auf seine Art, um Lösungen. Die Jugendlichen wollen feiern. Sie wollen auf ihre neu gewonnene Freiheit anstoßen. Doch auch sie müssen irgendwie auf das, was Julia in den Raum gestellt hat, reagieren. Auch sie fragen sich, wie es in ihrem Leben weiter gehen kann? Was aus ihren Freundschaften wird? War das Freundschaft? Waren sie loyal? Waren sie ehrlich?
Auf der Suche nach ihrem Weg verhandeln sie Themen wie Selbst- und Fremdwahrnehmung, die Frage nach Macht über sich selbst, über andere, sie denken nach über die großen Lebensthemen Freiheit, Krieg, Einsamkeit, Glück, Neid, Liebe und Anerkennung. Unterschwellige, ungelöste Konflikte werden spürbar. Sie wollen jetzt ganz und gar ehrlich zueinander sein, bevor sie auseinandergehen und sich vielleicht in alle Winde zerstreuen. Aber ist die totale Wahrheit gut und richtig? Lassen sich ihre unterschwelligen Konflikte lösen, indem sie jetzt schonungslos aufgedeckt werden oder zerstören sie damit Beziehungen? Viele Fragen, wenig Antworten. Nur eines scheint sicher: Am Ende gehen sie los, um zu leben…um zu versuchen, es besser zu machen…um zu lieben…vielleicht wird es immer nur ein Versuch bleiben.

 

Die Schüler und Schülerinnen des Theaterkurses haben sich auf ihre Weise mit dem Stoff und den Figuren und mit ihrer eigenen, persönlichen Realität auseinandergesetzt. Und sie haben alles von allen Seiten versucht zu beleuchten. Heraus gekommen sind ihre eigenen Fragen an uns, ihre Eltern, ihre Lehrer, das System, aber auch an sich selber. Herausgekommen sind ihre Träume und Sehnsüchte, ihr Fragen an das Leben und an ihre Freundschaften, ihre Ängste und ihr Mut.

Trailer  Emma Lou Herrmann

 

 

Tagung der katholischen Kirche Stadt Luzern zum Thema

"Partizipation"

Typische Episoden aus der partizipativen Arbeit

Verschiedene Referenten stellen Episoden aus ihrer Arbeit vor.

Bedingungen zum Gelingen der Arbeit

Wir orientieren uns in vielen Belangen am "ressourcenfokussierten Arbeiten" nach Steve de Shazer und Insoo Kim Berg. Dieses Modell wird erfolgreich angewendet im sonderpädagogischen Bereich, in der Pädagogik, in der Unternehmensberatung und in der Psychotherapie.

Neben der Methodik und speziellen Übungsformen, die wir für unsere Belange entwickelt oder angepasst haben, ist eine weitere Bedingung die Haltung, die hinter der Intervention steht. Die Haltung prägt die Qualität des Umgangs.

Wichtig ist die Grundhaltung des "nicht Wissens", im Sinn von echtes Interesse zeigen, neugierig sein, wirklich wissen wollen, entdecken wollen, aufsuchen wollen, sich überraschen lassen.

Mein Gegenüber entscheidet, ob er oder sie bereit ist, einen Schritt in die gewünschte Richtung einleiten zu wollen. Mein Gegenüber weiß, wie er oder sie die Situation einschätzt und bewertet und welche Bedeutung diese für ihn oder sie hat. Die Jugendlichen können oft besser einschätzen, was Sinn für sie macht und was für sie möglich ist , als wir es uns als Experten eingestehen wollen.

Wir müssen uns gegenseitig Zeit, Geduld und Wertschätzung geben, um heraus zu finden was richtig oder wichtig ist. Es ist nicht an mir, als Experte, zu entscheiden, was für mein Gegenüber stimmt. Wenn ich das akzeptiere habe ich die Chance zu erkennen, warum etwas für mein Gegenüber genauso wichtig und richtig ist, wie er oder sie es beschreibt.

Wir richten unsere Aufmerksamkeit nicht auf Fehler oder Mängel. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf das, was jemand kann und nicht auf das, was jemand nicht kann. Das stärkt die Lebenskraft und unterstützt vorhandene Ressourcen. Dies hat Auswirkungen auf das Lebensgefühl, es macht eine bessere Stimmung, für beide Seiten.

2014/15

Schule Schwab Gut

9c  Klasse Bea Huber

Über ein Jahr arbeiten wir am Thema Selbstreflexion und Selbstdarstellung.

In der abschliessenden Intensivwoche im Brückenpfleiler Bern, entsteht das Video mit den Schülerinnen und Schülern der 9c, dem Rapper Albin Dervishaj aus Luzern und dem Filmer Valentin Pitarch aus Paris / Luzern.

Emma Lou Herrmann photographiert die Arbeit.

2015/16

 

Der Mensch, wie der Gott der Bibel, braucht nur seinen Gedanken auszusprechen, und es gestaltet sich die Welt, es wird Licht oder es wird Finsternis, die Wasser sondern sich von dem Festland, oder gar wilde Bestien kommen zum Vorschein. Die Welt ist die Signatur des Wortes.

 

nach Heinrich Heine

 

Joseph Kosuth

Die Welt ist die Signatur des Wortes, 2001 @ Center for International Light Art, Unna

2014/15
2015/16

 

 

Dominique Mentha/ Eine Spurensuche

Theater der Zeit

Veröffentlichung "Die Schule der Empfindung"

 

Was macht unsere  Arbeit am Stadtheater Luzern im Vermittlungsprprogramm "ENTER" aus

 

 

Man muss Jugendlichen in der Vermittlung nichts beibringen. Man muss nur Bedingungen schaffen, die die Auseinandersetzungen mit Theaterstücken und mit Aufführungen möglich machen. Konkret braucht es einen Einstieg, einen ersten Zugang zum Stück. Ab dann muss das Geschehen auf der Bühne überzeugen.

 

Text einfügen...

 

An sich ist es nicht schwierig, Jugendliche für die Lebensentwürfe der Menschen, über die in den Stücken erzählt wird, zu interessieren. Es kann aber sein, dass die Sprache des Stückes schwierig ist, man merkt dem Stück vielleicht an, dass es „alt“ ist. Ein Text kann sperrig oder verschlossen sein, er ist schwer verständlich. Oder der Text wird als langweilig empfunden. All dies macht den Zugang zu den Personen der Geschichte schwierig. Kann man diesen Widerstand abbauen, wird es möglich, dass die Figuren, die man erst als fremd empfunden hat, als heutige Menschen erlebt, die viel mit dem eigenen Leben zu tun haben können.

 

Und dann kann ein eigentümliches und faszinierendes Phänomen beobachtet werden: Manchmal beschreiben erfunden Geschichten in ihrer überpersönlichen Wirkung Lebenswirklichkeiten deutlicher und nachvollziehbarer, emotional zugänglicher und  irgendwie „wahrer“ als dies die persönlichen, subjektiven Wirklichkeiten tun. Die Menschen aus der Geschichte berühren uns, was sie fühlen, empfinden und denken, wie sie handeln, betrifft uns.

Die poetische Sprache ist in einer gewissen Weise treffender und genauer als die Alltagssprache. Sie hat eine andere seelische Qualität. Sie kann Erleben im innersten Wesen beschreiben. Sie spricht die Seele an und darum fühlt sie sich so oft „richtig“ an.

 

Theater handelt von der Kraft von Geschichten, von der Kraft der Poesie und der Literatur. Diese Kraft in den Alltag einzubeziehen wäre wichtig und gut. Es würde erlauben, Geschichten im Alltag neu und anders wahrzunehmen. Ja, man könnte die Poesie im Alltag entdecken und damit hätten Leben und Erfahrungen einen anderen Reichtum, eine andere Qualität.

 

Theater kann zaubern, wenn das Stück gut ist, das Regieteam und das Schauspielteam überzeigende Arbeit leisten. Die Zuschauerinnen und Zuschauer auf ihren mit rotem Samt ausgekleideten Stühlen gehen mit dem Geschehen auf der Bühne mit, sie tauchen in die Welt auf der Bühne ein, sie erleben etwas und erfahren viel. Möglich ist dies weil die Spieler und Spielerinnen das Ausmass und die Möglichkeiten des Erlebens der Figur, die sie spielen, ausloten und deren Motiven und Emotionen nachgehen.

Wenn man Figuren auf der Bühne spielt, muss man sie aufsuchen. Man kann sie nicht von aussen betrachten und beurteilen. Dass dem so ist, kann auch für den Alltag  auf eine menschliche Art und Weise wichtig und bedeutungsvoll sein. Theater kann lehren, dass Leben sehr unterschiedlich sein kann, dass Erleben eine eigene Logik und Folgerichtigkeit hat, dass es mehr als die aus irgendeinem Grund favorisierten Möglichkeiten des Lebens und Erlebens gibt. Es sind nicht selten die „alten“ Stücke, die, wenn man sie entdeckt, einen grossen Reichtum entfalten. Man tritt mit den Figuren in einen Dialog, über die Zeit hinaus, und das ist faszinierend. Im Abstand, im Fremden erkennt man das Wesentliche, das Eigene. Es ist tröstlich, sich in einen grösseren Zusammenhang über räumliche und zeitliche Distanzen zu stellen. Man bindet das eigene „kleine“ Leben an ein grösseres Ganzes an.

 

Indem man sich selber in Geschichten findet, macht das Theater Mut, die eigenen Geschichten als einzigartigen Ausdruck von Erleben in den Mittelpunkt zu stellen. Wichtig ist die eigene, meine Geschichte, weil sie mein Leben ausmacht, weil es um meine Gedanken und meine Gefühle geht, und weil mir mein Erleben wichtig ist.

 

Wir plädieren für das Schulfach Theater als Schule der Empfindung, der Einfühlung, der Erfahrung und der Erkenntnis.

 

 

 

 

 

Schule Schwab Gut

 

"Ich glaube, das keine Religion falsch ist, alle Religionen stimmen. "

Ein CD Projekt

 

 

Aufnahmeleitung und Tontechnik Lukas Walther

www.ttmc.ch

Musik Tönstör, Werkstatt für improvisierte Musik, Bern

 

 

 

 

 

Welches ist meine Religion, was glaube ich, welche Rituale haben wir, was „machen“ wir in unserem Gotteshaus, wie beten wir? Wie wichtig ist für mich meine Religion? Wie erlebe ich all das ganz konkret?

Gibt es einen Gott? Warum gibt es Religionen? Gibt es Dinge, die bei allen Religionen wichtig sind? Wie hilft die Religion, wenn man über die Welt nachdenkt, über Sinn und Sinnlosigkeit, über Einsamkeit und Angst, oder Schuld und Strafe?

Warum ist man manchmal böse und will doch eigentlich gut sein? Wie macht man das, ein guter Mensch zu sein?

Wie tolerant gegenüber anderen Religionsbekenntnissen kann ich sein oder will ich sein? Wie schaffe ich das im konkreten Alltag?

 

 

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse haben verschiedene Religionen.

Die Schule ist der Ort, wo Kinder den Alltag miteinander verbringen, Kinder, die tiefgläubig oder streng gläubig sind und solche, die, wie sie sich ausdrücken, „nicht so viel glauben“. Das geht nicht ohne Konflikte und in diesen Konflikten spielt die Religion oder der Glauben manchmal eine Rolle.

Wie erleben die Kinder das Zusammensein? Wie gehen sie damit um, dass es andere Glaubensbekenntnisse gibt? Wie kann ich zu meiner Religion oder zu meiner Art zu glauben stehen, und trotzdem die, die anders glauben mit ganzem Herzen anerkennen? Ist das möglich? Was muss sein, damit es möglich ist?

 

Die Kinder haben meist noch einen starken, kindlich unverstellten Glauben. Sie erleben aber auch schon Irritationen, die entstehen, wenn man einer Minderheitsreligion angehört, wenn man mit Menschen anderer Religion in die  gleiche Klasse geht, wenn man konfrontiert ist mit Jungen oder Mädchen, die der gleichen Kirche angehören, ihren Glauben aber ganz anders leben. Die Schülerinnen und Schüler leben in der Klasse trotz der verschiedenen Religionsbekenntnisse friedlich miteinander, fragt man allerdings etwas genauer nach, so wird klar, dass es sehr herausfordernd sein kann, Toleranz im Alltag zu leben. Man kann dies nur leisten, wenn man sich den wichtigen Themen und Frage, die in diesem Zusammenhang auftauchen, stellt.

Wir haben in der Arbeit mit den Mädchen und Buben erfahren, dass ein friedliches Zusammenleben immer wieder geschaffen werden kann, indem man miteinander redet und einander von sich erzählt. Wir waren überrascht, wie ernsthaft und klug, wie eigenständig und einprägsam, aber auch wie leidenschaftlich sich die Kinder immer wieder zu den wichtigen Fragen äusserten.

 

 

 

Die Kinder haben diskutiert und geschrieben.

Daraus sind Texte entstanden und einen Teil davon haben die Schülerinnen und Schüler im Tonstudio „Audiolager“ aufgenommen.

Die Arbeit am Mikrofon, alleine am Tisch vor dem Mikrofon in der Aufnahmezelle, ist anspruchsvoll, Druck, Nervosität, Unruhe und Stress wirken sich sofort auf die Stimme aus.

Anschliessend haben die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit der Sängerin Franziska Baumann (WIM Werkstatt für improvisierte Musik) und mit der Musikvermittlerin Barbara Balba Weber (tönstör) erst mit der Sing- und Sprechstimme experimentiert und dann kleine musikalische Sequenzen entwickelt und aufgenommen. Diese haben wir dann in der Nachbearbeitung der Aufnahmen als eine Art „zweite Stimme“ unter Textpassagen gelegt.

 

Und so ist ein Hörstück entstanden, eine Art Doku-Drama-Hörspiel.

Die Schülerinnen und Schüler äussern sich als Experten ihres Alltags zu aktuellen Zeitfragen. Dabei handelt es sich um Erzähltes, das dem Wissens- und Entwicklungsstand 11/12 jähriger Jungen und Mädchen entspricht.

In der Komposition der Stoffe und der musikalischen Elemente zum Hörspiel kann eine Konzentration aufs Wesentliche geschaffen und eine Aussage kreiert werden, die gleichsam über den „reinen“ Inhalt des Hörspiels hinaus auf etwas Grösseres, Allgemeingültiges hinweisen.

 

Regula Mentha

März 2015

Gymnasium Alpenquai Theaterkurs

 

Wir arbeiten mit 30 Schülerinnen und Schülern

von der ersten bis zur sechsten Klasse.

 

Wir nehmen uns  Zeit, alle Szenen und Texte in Schreibwerkstätten selber zu verfassen.

Komplexe Szenen und Situationen entstehen.

In Improvisationen finden wir heraus, wie sich die Figuren zueinander verhalten. Genauigkeit und Authentizität ermöglichen die Verdichtung der Figuren und ihrer Anliegen .

Choreographische Elemente treiben die Szenen voran.

Gefühle und Leidenschaft bewegen die Figuren physisch.

 

Regie Aneke Wehberg Herrmann

Dramaturgie Regula Mentha

Choreografie Marcel Leemann

Choreografieassistenz Anne Sophie Mentha

Regieassistenz Kim Rosko

Tonassistenz Albin Dervishaj

Lichtassistenz Emma Lou Herrmann

Gestaltung Flyer Emma Lou Herrmann

Video Schnitt Kamera Valentin Pitarch

Dank für die finanzielle Unterstüzung KSA Alumni

Dank an Stefan Graber

Dank an Andreas Zürcher

 

 

Premiere am 30.3 ,

Aufführungen am 01.und 02.05.2015

 

 

 

 

In der Wüste aus Nichts

da steht ein Haus

man geht rein

und bricht das laute Schweigen

 

Durch die schmutzigen Fenster sieht man einen wunderschönen Garten

Dort stehen Blumen in Farben die es nicht gibt

Ein grosser Baum mit Träumen an den Ästen

und  Hoffnung die die Blätter zum Rascheln bringt

 

In der Ferne stehen Berge aus Gedanken.

 

Und in den Flüssen fliessen Sorgen davon

in das unbekannte Land der Vergessenheit

 

Das ist ein Ort wo der Wind der Atem der Erde ist

 

Hier pulsiert das Leben

keine Zeit fliegt davon

kein Leben verstreicht

 

Es ist so wie es sonst nirgendwo ist

 

Hier ist alles ruhig und gelassen

ich schaue in den reinen Himmel und geniesse den Augenblick

der so nie wieder kommt

 

                                                         Lena  2 Klasse Alpenquai

 

Text einfügen...

mit

Madleina Cavelti, Clara Kost,Joel Burkhardt,Anna Rodrigues,Raphael Hauenschild,Selim Oueslati,Simon Thoma,Lea Bächlin,Anais Dannecker, Elia Brühlhart,Fatmagül Sustam, Harriet Bucher,Jasmin Stoffel, Nina Alvarez,Silja Bühlmann,Nadine Huang,Hannah Fritz, Julia Wymann, Benjamin Wymann,Lena Wildhirt, Alma Herrmann,Amanda Gsell, Michelle Matter,Rubina De Paolis, Marion Gmür und Nina Staub.

 

 

 

Kantonsschule Alpenquai Luzern Theaterkurs 2015/16 from Theater CH on Vimeo.

2013/14

Bild Paula Herrmann

 

Kurs Unternehmerinnen Luzern

"Sprechen und Auftreten" im beruflichen Umfeld

Jeder kennt diese Situationen:

Wenn wir uns oder unsere Firma vorstellen, wenn wir unsere Arbeit vertreten oder mit Kunden Kontakt haben, wenn wir jemanden auf der Strasse treffen, den wir nicht erwartet haben und anschliessend das Gefühl haben, nicht bei uns gewesen zu sein.

Dinge gesagt zu haben, die wir im Nachhinein unangenehm finden.

Uns zu sehr veräußert zu haben, zu laut oder zu leise , zu viel oder zu wenig, zu verworren oder zu knapp.

Eine Selbstentwertungsspirale beginnt.

Entweder schon in der Situation selbst, was die Sache nicht einfacher macht, oder hinterher, was auch nicht angenehm ist.

 

Was passiert da?

Was machen wir “ falsch“?

Können wir etwas anders machen?

Ist man solchen Situationen und vor allem sich selbst nicht immer ein Stück weit ausgeliefert?

 

Unsere Erfahrung ist, dass es mehrere Komponenten gibt, die wir mit der Zeit verlässlich beeinflussen können.

Wir können diesen Zustand , in welchem wir uneins sind mit uns- aus welchen Gründen auch immer- zu leise, zu laut, zu wenig direkt, zu direkt, überfordernd schnell, zu privat oder  zu schüchtern- transformieren in einen Zustand einer gewissen Ruhe, in welchem wir in besserem Kontakt sind mit uns und dadurch auch mit den Anderen. In einen Zustand, in welchem wir nicht immer alles richtig machen, aber näher dran sind an dem, wie wir sein möchten, in einen Zustand, in welchem wir mit unserer Wirkung näher kommen an das, was wir ausstrahlen möchten.

Und wenn wir uns besser gefallen, und nicht selbstentwertende Gedanken unsern Energiefluss und somit unsere Ausstrahlung behindern,

gefallen wir auch denen, denen wir gefallen wollen oder jenen, mit denen wir gern in Kontakt kommen würden.

Dieser Kontakt ist leicht und klar und angemessen.

Die Sprache fließt, ist energetisch und frei

und Bilder entstehen, die neu und anders sind.

Ein wenig so, als ob uns die Möglichkeiten uns auszudrücken zufliegen würden..

 

 

Wir übergehen im Wesentlichen zwei Punkte.

 

Wir kommen nicht richtig an

und

wir schaffen keinen echten Kontakt

 

Genauer:

Wenn wir nicht in Kontakt sind mit uns, werden wir es auch mit dem Gegenüber nicht sein können.

Der empfindungsreiche, wahrnehmungsintensive Kontakt zu uns selber ist die Voraussetzung.

Wenn wir nicht in uns  ruhen, strengen wir uns  an und kommen in Spannung zu uns selbst, zum Gegenüber, zur Situation.

Körperliche Anspannung überträgt sich in Sekundenschnelle auf unser Gegenüber.

Aber wenn sich Anspannung übertragt, überträgt sich natürlich auch eine gewisse Gelassenheit und Entspannung.

Entspannt und im Kontakt sind wir in der Lage bewusster zu gestalten was wir tun möchten und verlieren unser Gegenüber nicht aus den Augen, aus der Wahrnehmung.

2013/14

Schule Schwab Gut

Fragen über und zu Religion in einer multikulturellen Klasse - eine Momentaufnahme( Hörspiel)

 

Schülerinnen und Schüler einer 5. Klasse aus der Schule Schwabgut, die drei grossen Weltreligionen angehören, beschäftigen sich mit existentiellen Fragen, die Religionsbekenntnisse stellen und die man Angehörigen verschiedener Religionen stellen kann.

 

mit Lukas Walther   www.ttmc.ch

Tonaufnahmen

Die Schülerinnen und Schüler erzählen frei, z.T. vor dem Mikrofon, was sie zu den Themen zu sagen haben.

Auszüge aus dem erzählten oder geschriebenen Material werden im Tonstudio von Lukas Walther aufgenommen .

Die Arbeit am Mikrofon, alleine am Tisch in der Aufnahmezelle, ist anspruchsvoll. Druck, Nervosität, Unruhe und Stress wirken sich auf die Stimme aus. Ohne Fehler lesen, und dabei Ruhe und Entspannung im Körper erzeugen, also Konzentration und Kontrolle, sowie Entspannung und Öffnung ist anspruchsvoll.

 

Tönstör, Barbara Weber, wird in einem eigenen Projekt im Schuljahr 2014/15 mit der Klasse die Musik zum Hörspiel erarbeiten. Sie wird sich von den gesprochenen Texten des Hörspiels inspirieren lassen. Es geht ihr dabei nicht nur darum, das Stück musikalisch zu umrahmen, sie will mit den Schülerinnen und Schülern, die ihr Projekt umsetzen werden, einen eigenen, musikalischen Zugang zu den Themen des Hörspiels suchen.

 

Das fertige Hörspiel soll zur Eröffnung des Hauses der Religionen im Dezember 2014 vorgestellt werden.

 

 

Von den Schülerinnen und Schülern der 5.Klassen gehören die meisten dem Islam an, wenige sind Hindus und andere gehören verschiedenen christlichen Kirchen an. Die Kinder haben oft einen starken, kindlich unverstellten Glauben. Sie erleben aber auch schon Irritationen, die entstehen, wenn man einer Minderheitsreligion angehört, wenn man mit Menschen anderer Religion in die  gleiche Klasse geht, wenn man konfrontiert ist mit Jungen oder Mädchen, die der gleichen Kirche angehören, ihren Glauben aber anders leben. Die Schülerinnen und Schüler leben in der Klasse trotz der verschiedenen Religionsbekenntnisse friedlich miteinander, fragt man allerdings etwas genauer nach, so wird klar, dass es  herausfordernd sein kann, Toleranz im Alltag zu leben. Man kann dies nur leisten, wenn man sich den wichtigen Themen und Frage, die in diesem Zusammenhang auftauchen, stellt.

Welches ist meine Religion, was glaube ich, welche Rituale haben wir, was „machen“ wir in unserem Gotteshaus, wie beten wir? Wie wichtig ist für mich meine Religion? Wie erlebe ich all das ganz konkret?
Gottesvorstellungen.
Gibt es einen Gott, warum? Gibt es Dinge, die bei allen Religionen wichtig sind? Wie hilft die Religion, wenn man über die Welt nachdenkt, über Sinn und Sinnlosigkeit, über Einsamkeit und Angst, oder Schuld und Strafe?
Vorstellungen über Engel und Schutzengel.
Das Böse – das Gute: Gedanken zu Ethik und Moral.
Wie macht man das, ein guter Mensch zu sein?
Wie tolerant gegenüber anderen Religionsbekenntnissen will ich sein? Wie schaffe ich das im konkreten Alltag?

 

Wir gestalten ein Hörspiel, das man vielleicht als Doku-Drama-Hörspiel bezeichnen könnte. Die Schülerinnen und Schüler äussern sich als Experten ihres Alltags zu aktuellen Zeitfragen. Dabei handelt es sich um Erzähltes, das dem Entwicklungsstand 11bis12 jähriger Jungen und Mädchen entspricht. Die Schülerinnen und Schüler werden im Projekt spezifisch in ihrer Ausdrucksfähigkeit gefördert. Das Hörspiel selber soll in der Komposition der Stoffe eine Konzentration aufs Wesentliche schaffen und eine künstlerische Aussage kreieren, die gleichsam über den „reinen“ Inhalt des Hörspiels hinaus auf etwas Grösseres, Allgemeingültiges hinweisen könnte.

 

2013/14

Kantonsschule Alpenquai Luzern Theaterkurs in Zusammenarbeit mit dem Luzerner Theater

"Spüren wie das Leben fliegt oder das Haar in die Luft legen"
 

mit Nina Alvarez Lea Bächlin Anke Bautzmann Lynn Benz Elia Brülhart Harriet Bucher Joel Burkhardt Madleina Cavelti Anais Dannecker Anna Eberle Hannah Fritz Raphaela Grimm Meret Häuselmann Raphael Hauenschild Alma Herrmann Nadine Huang Raphaela Huwyler Clara Kost Tina Muffler Carla Müller Anna Rodriguez Kim Rosko Jasmin Stoffel Fiona Strobel Aleksandra Sucur Fatmagül Sustam Lena Wildhirt Benjamin Wymann Julia Wymann

Objekte Klasse 4Rc/ 4Wd Joël Burkhardt Sophia Fries Stanislava Janjic Sarah Meyer

Leonie Ottiger Julian Pauchard Mara Schmid Seraina Stocker Sonya Baumann

Nicolas Briellmann Silja Bühler Lasse Meinen

 

Choreografie Bühne Marcel Leemann www.marcelleemann.ch

Choreografie Assistenz Anne-Sophie Mentha

Kostüme und Maske Paula Herrmann

Assistenz Maske Nora Vaes Reto Emmenegger

Vocal coach Brigitte Kuster

Licht Sandro Koller

Licht Assistenz Dario Kobel

Ton Assistenz Yanick Ambühl

Dramaturgie Regula Mentha

Gestaltung Drucksachen Emma-Lou Herrmann

Objekte Angelika Merkli-Schläpfer

 

Dank für die finanzielle Unterstützung an KSA ALUMNI Kantonsschule Alpenquai Luzern

Dank an Andreas Zürcher, Stephan Graber

Dank an alle die mit Rat und Tat zur Seite stehen

 

Zu Beginn des diesjährigen Theaterkurses 2013/14 entstand die Idee, zum Thema „Wahrnehmung“ oder „Die fünf Sinne“ gemeinsam mit den Spielenden ein Stück zu entwickeln. Die meisten Texte sind mittels verschiedener Improvisationen und Methoden des kreativen Schreibens entstanden. Bis zum Schluss blieb das Schreiben ein dynamischer Prozess. Der letzte Text entstand erst kurze Zeit vor der Premiere.
In unserem Stück geht es auch um Sprache. Wahrnehmung entsteht nur zu einem kleinen Teil in den Sinnesorganen selbst, zu einem viel grösseren Teil sind es Vorgänge im Gehirn, die Wahrnehmung kreieren. Das Hirn arbeitet vernetzt: Wahrnehmen, erleben und denken, fühlen und empfinden, sich etwas vorstellen, aber auch schreiben und sprechen bilden ein Ganzes, dessen verschiedene Aspekte sich gegenseitig beeinflussen und bedingen. Geschichte, Erzählung (Dichtung) und Wirklichkeit und Wahrheit sind viel enger miteinander verknüpft, als uns im Alltag bewusst ist.
Genauer sehen, hinschauen – mehr hören, zuhören – riechen – schmecken – am ganzen Körper fühlen, in sich hinein fühlen, sich einfühlen - - -

Die Welt wahrnehmen. Oder eher meine Welt wahr–nehmen? Meine Wahrheit, meine Wirklichkeit?

„Manches finde ich schön, ich mag es, Anderes mag ich nicht, ich finde es hässlich. Manchmal fühle ich mich wohl, manchmal geht es mir nicht gut. Manches ist mir wichtig. Es hat für mich eine Bedeutung, einen Wert, es ist wesentlich.“

Und jetzt Worte suchen für das, worum es geht. Die treffenden Worte finden, die ‘richtigen‘. Es sind Worte, die ‘stimmen‘. Sie kommen von innen.

Worte malen Bilder. Wenn die Worte die ‘richtigen‘ sind, wenn die Bilder stimmen, dann sind die Worte stark - so stark, dass sie manchmal weh tun, oder so schön, dass sie beflügeln.

Wenn die Sprache dicht ist, fangen die Worte an, sich dem Zugriff zu entziehen. Die Worte weisen über sich hinaus, auf die Welt hinter den Worten, unter den Worten oder zwischen den Worten. Die Worte schimmern, sie flirren.

Die dichte Sprache, die Dichtung, beschreibt genau und konkret und weist doch immer über das Konkrete hinaus auf etwas Allgemeines, etwas Grösseres. Sie verbindet damit Menschen, auch Menschen von früher mit Menschen von heute.

Alltag wird poetisch. Erleben erfindet sich in der Erzählung neu.

Die Schülerinnen und Schüler aus dem diesjährigen Theaterkurs haben sich auf diese Phänomene eingelassen und Texte geschrieben und sich auf der Bühne mit ihnen auseinandergesetzt. Wer sich mit offenen Sinnen auf die Aufführung einlassen mag, darf sich in innig empfundene Welten voller Geheimnisse und Zauber entführen lassen – wird aber auch konfrontiert mit Erfahrungen von Enttäuschung, Zorn und Verzweiflung. Wohlgefühl und die Bedrohung durch Abgründiges lösen sich ab. Irritationen, manchmal ganz feine, ‘stören‘ schöne Bilder.
Die Gedichte, die wir für unser Stück ausgewählt haben kommen zum Teil aus dem Bereich der Kinder- und Jugendlyrik.
Wir haben in der Probenarbeit die erstaunliche und schöne Erfahrung gemacht, dass es einen Moment gab, wo selbst geschriebene Texte und Gedichte von Autorinnen und Autoren in der Kraft ihres Ausdruckes gleichwertig wurden. Es war, als würden sie sich auf Augenhöhe begegnen.
Eine Klasse ‘Bildnerisches Gestalten‘ hat sich mit ihren Mitteln dem Thema angenähert und Objekte gebaut, die in einer eigenen Sprache von Wahrnehmung erzählen.
Klassen, die sich dafür interessierten haben wir eine Einführung in das Stück angeboten.

Wie letztes Jahr gibt es einen Anlass für die Lehrkräfte des Untergymnasiums zu dem der Besuch der Aufführung gehört. Wir danken für die Wertschätzung, die damit unserer Arbeit entgegengebracht wird.

 

Text einfügen...Marcel Leemann wurde 1969 in Steinmaur ZH geboren. Nach einer Lehre als Zimmermann nahm er seine Tanzausbildung an der John Cranko Schule in Stuttgart auf und setzte sie an der Schule des Ungarischen Staatsballetts in Budapest fort. Von 1992 bis 1996 war er Ensemblemitglied an der Semperoper Dresden unter der Leitung von Vladimir Derevianko, von  1996 bis 1999 dann in der Compagnie von Richard Wherlock am Luzerner Theater, von 1999 bis 2003 schliesslich am Stadttheater Bern im Ensemble Félix Dumérils. Seit 2003 ist er als freischaffender Choreograf tätig. Mit seinen eigenen Stücken unter dem Label Marcel Leemann Physical Dance Theatre ist er seitdem auf Tourneen in der Schweiz und dem europäischen Ausland, zu nennen sind u.a. die Titel «100m2 » (2007), «meat market » (2008), «Nebel-lebeN» (2009), «REVOLVER» (2010) «3/2/1/SILENCE» (2011) sowie zuletzt «HIBR», das im Februar 2014 in Bern Premiere feierte und kurz danach bei der Beirut International Platform of Dance gezeigt wurde.Gastverpflichtungen führten Marcel Leemann mehrfach zu Schauspiel- und Musicalproduktionen ans Luzerner Theater («Woyzeck», «Don’t bury!», «Alice», «The Rocky Horror Show») und «Black Ride 2014r»).. Am Theater St. Gallen kreierte er im Jahre 2010 das Stück «scenes for nothing» für die dortige Tanzkompanie und schuf 2012 die Choreografie zur Semi-Opera  «The Fairy Queen». Und «Frühlingserwachen für 2015 für die Tanzkompanie»).  Für das Oldenburgische Staatstheater erarbeitete er 2011 mit «Full Body» eine abendfüllende Kreation. Erwähnt sei ausserdem, am Konzert Theater Bern Choreographierte Leemann 2014 erfolgreich die Gazamonologe, eine Produktion mit 35 Jungen Menschen und 5 TänzerInnen der Kompanie.Die Arbeit mit Jugendlichen und für junges Publikum stellt einen weiteren Schwerpunkt in Marcel Leemanns Schaffen dar. Zu  nennen ist etwa die langjährige Zusammenarbeit mit der Jungen Bühne Bern, und Spielart, aus der zahlreiche Produktionen hervorgingen.

 

Fotos Emma Lou Herrmann

 

Trailer " Spüren wie das leben fliegt" Gymnasium Alpenquai Luzern from TP Video Production on Vimeo

 

An der Premiere

 

Liebes Publikum...

 

Es ist ungewöhnlich, dass wir vor einer unserer Produktionen das Wort ergreifen, gingen wir bisher doch immer davon aus, dass unsere Arbeiten für sich sprechen sollten.

In diesem speziellen Fall sind wir oft und eindringlich gebeten worden etwas zu sagen, um den Eintritt in diese Welt, die sich ihnen heute offenbart, zu erleichtern, weil es sich offensichtlich nicht um einen Abend handelt, wie man ihn in diesem Zusammenhang erwarten würde.

Die Arbeit polarisiert, das konnten wir an den ersten Reaktionen in den Hauptproben bemerken.

Die Gedanken, auch meine, verändern sich bei mehrmaligem Zuschauen, darum habe ich sie aufgeschrieben.

Die Spieler und SpielerInnen stellen sich mit jeder Aufführung offensiver ihrer Aufgabe, die wir gemeinsam definiert haben.

Wir beenden mit dieser Aufführung einen Prozess, der im Herbst letzten Jahres begann. Vorher stand immer noch die Frage der Konstellation der Gruppe im Vordergrund, die geprägt war dadurch, dass einige abgesprungen sind, weil Ihnen die Arbeit zu ungeordnet und vielleicht auch zu persönlich erschien. Diejenigen die blieben wollten sich ganz offensichtlich stellen.

Und das, wie sich herausstellte, mit einer Unerbittlichkeit und Intensität, die auch uns herausforderte. Die Texte sind weitgehend in Prozessen entstanden. Alle anderen Texte fokussieren, machen eine Klammer, treiben voran, überhöhen und erweitern den Gedanken.

Es entstand eine Art innerer Dramaturgie, ein roter Faden, der sich demjenigen erschliessen wird, der sich einlassen mag, der zuhören und zulassen kann - und will. Auch Kritik, Wut, Zweifel, Trauer und die leiseren Töne der Zärtlichkeit, des Verlangens, der Schönheit, der Liebe und des Vertrauens. Das Bewegungsmaterial, die Choreographien sind entstanden als eine weitere Ebene der energetischen Auseinandersetzung mit Nähe, Raum, Zeit, Befindlichkeit, Harmonie, Eleganz, aber auch Zerriss und Härte.

 

Wir betrachten die Jugendlichen als Experten für sich selber. Wir vertrauen ihnen, ebenso wie sie sich uns anvertraut haben. Wir gehen ihnen nach, folgen ihren Gedanken in dem Wissen darum, dass sie uns ebenso lehren wie wir sie. Wir hoffen ihnen die richtigen Fragen gestellt zu haben, ihnen ein Gegenüber gewesen zu sein, an dem sie sich aufrichten, reiben und. Gemeinsam schaffen wir einen von Vorurteilen und zu schnell gefassten Überzeugungen freien Raum,. Gemeinsam träumen wir von einer Welt, die geprägt ist von gegenseitigem Respekt, von Toleranz, von Verantwortung, von Neugier, von Liebe und Wertschätzung.

Dazu laden wir sie mit dieser Arbeit ein und danken ihnen dass sie heute hierhergekommen sind.

 

 

2013/14

Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern Berufsvorbereitung BV

10. Schuljahr

Trainings - Modul zur Kompetenzschulung „Erscheinungsbild und Auftreten im professionellen Rahmen“

 

„Wie wirke ich?“ Beobachten – Experimentieren – Verändern – Überzeugen

 

Das Training ist vor allem dann wirksam, wenn Mechanismen des sozialen Kontakts am Beispiel des momentanen Umfeldes der Klasse aufgezeigt und auch benannt werden. Aufgrund dessen finden die Schulungen im Klassenverband und nicht in gemischten Gruppen statt. Im geschützten Rahmen des Trainings wird eigenes Verhalten im Zusammenspiel mit den Anderen neu erfahren und dadurch neu bewertet. Das schafft Voraussetzungen, um eigenes Verhalten längerfristig zu verändern.
Ausgangslage, Thematik und Training
Die Jugendlichen in der BFF stehen manchmal unter grossem Druck. Die schulischen und teilweise auch persönlichen Voraussetzungen für die Berufswahl sind nicht immer gut. Schlechte Schulerfahrungen oder verpasste Chancen sind Teil der individuellen Erlebnisse. Man findet in diesem Umkreis öfters Kinder aus sogenannten bildungsfernen Elternhäusern, oder solche mit Migrationshintergrund, oder man trifft auf Eltern, die aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage sind die Entwicklung ihrer Kinder genügend zu stützen.

Die Ausbildungssuche, die zum Teil schon lange andauert, ist mühsam. Es gilt Absagen zu verkraften und ob man je einen Ausbildungsplatz finden wird, der einem gefällt und befriedigt ist ungewiss. Schwierige Lebensumstände in Familie, Freundschaft oder Liebe, können als weitere Belastung dazu kommen. Verunsicherung, Insuffizienz, selbstentwertende Gedanken, Mutlosigkeit, Angst zu versagen, Angst vor der Zukunft - all das schwächt das Selbstwertgefühl und damit auch das Vermögen, schwierige Situationen zu bewältigen. Passivität, Rückzug, problematisches Verhalten oder unangepasste Selbstüberschätzung als Folge schaffen neue Probleme und erzeugen weitere Misserfolgserlebnisse. Für alle Lernenden ist es zentral, an ihrem Auftritt und ihrem Erscheinungsbild im professionellen Rahmen zu arbeiten. Die Ausganglagen und Ziele sind individuell.

Im Training werden belastende Situationen thematisiert. Durch Sensibilisierung für Wahrnehmungen verbessern sich die Einfühlung und das Mitempfinden (Empathie). Rückmeldungen von Trainingsleiterinnen und der Klasse darüber, was bei jemandem gut ankommt und was weniger, schaffen eine klarere Einschätzung seiner selbst. An sich zu schätzen, was man kann, sich daran zu erfreuen, ist ebenso wichtig, wie die selbstkritische Betrachtung seiner Selbst . Die innere Haltung bzw. Einstellung bestimmt die Wirkung, die jemand auf andere hat viel stärker als den Jugendlichen meist bewusst ist. Es geht im Training darum, exemplarisch zu erfahren, wie man durch eigene Initiative zu einer inneren Haltung finden kann, die sich stimmig anfühlt, gut tut, und das Auftreten so gestaltet, dass man zufrieden mit sich sein kann.

 

 

2013/14

Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern Berufsvorbereitung

Aufstarten Wochenkurs

mit Marcel Leemann www.marcelleemann.ch

Brückenpfeiler Bern

 

 

Für Jugendliche ist es befreiend, sich vor Leuten gut darstellen und frei sprechen zu können.

Diese Fähigkeit öffnet Türen und ist unter anderem für die Bewerbungsgespräche entscheidend.

Schulleistungen können Erfolg versprechend sein, aber nicht allein. Ebenso wichtig ist die Art, wie ich mich zeige, wie ich mich bewege, wie ich spreche: mein Auftreten, und zwar nicht als ’Show‘ oder `Performance‘, sondern als Haltung, aus der meine innere Einstellung ersichtlich wird und die ich in meinem Leben kultivieren kann.

Wir arbeiten an einem positiven Selbstbild und am Bewusstsein, dass Situationen in welchen man vor und mit Leuten spricht, gestaltbar sind. Wir suchen Wege zur inneren Freiheit und dem Raum, der entsteht wenn man in Kontakt tritt, wenn Sprache dialogisch wird .Wir suchen Wege, diese Räume empfindbar zu machen, die Räume einzunehmen und zu gestalten, und zu der grossen Freude, die entsteht, wenn ich merke, dass ich immer und überall einen Beitrag leisten kann zu der Stimmung, die zwischen Menschen entsteht.

2013/14

Kantonschule Alpenquai Luzern

Intervention Klasse 3 Termine an drei Tagen

2013/14

Hochschule der Künste Bern

CAS Teaching Arts

Mentorat

2012/13

ReischReisch "Solution Focus"

Praxiskongress

Vortrag im Rahmen einer Weiterbildung für Fachkräfte

Grundprinzipien in der Arbeit

Neben der Orientierung an künstlerischen Prinzipien spielt in unserer Arbeit das lösungs- und ressourcenorientierte Denken und Handeln eine grosse Rolle. Dies zeigt sich unter anderem in der Wahl der Aufgaben und Themen, die wir bearbeiten und in den Prinzipien, von denen wir uns leiten lassen.

 

Jugendliche sollen sich ausprobieren, Erfahrungen machen, Möglichkeiten und Talente entdecken, Zusammenhänge erkennen, über sich  nachdenken und darüber reden und sich gegenseitig austauschen.
Wir wollen eine bessere Fehlerkultur etablieren. Selbstentwertende Gedanken und Reaktionen auf etwas, was nicht zur Zufriedenheit gelungen ist, sollen weggelassen werden, indem man im Körper Ruhe erzeugt.
Die Jugendlichen lernen, Gefühle im Gespräch zu kontrollieren und zu steuern. Weder sollen sie Persönliches als zu intim weglassen, noch von Emotionen unkontrolliert überwältigt werden.
Stärken werden benannt.

Solche, die man sich unter Umständen mühsam erarbeitet hat, aber auch solche, die man als „Geschenk“ ins Leben mitbekommen hat. Das Kompliment, das man sich selber macht, wirkt am stärksten und macht unabhängig.
Verhalten, welches als Schwäche empfunden wird, deuten wir nach Möglichkeit um.

So deuten wir zum Beispiel Nervosität als ein Zeichen dafür, dass jemand die Aufgabe ernst nimmt.
Sprechen vor Leuten bedeutet oft Stress. Dass dies auch lustvoll und „leicht“ sein könnte, wurde noch nicht entdeckt. Nicht selten kann man genau sagen, wann und wie man die Freude am Sprechen verloren hat, Aufgabe ist es dann, wieder an die guten Erinnerungen anzuknüpfen.
Klagen und sich weigern liegt oft näher, als umzusetzen und Neues zu wagen. Von dem zu erzählen, was wichtig und  bedeutsam ist, braucht Mut und Kraft, stärkt mit jeder neuen Erfahrung aber auch das Selbstbild.

Kantonsschule Alpenquai Luzern Theaterkurs in Zusammenarbeit mit dem Luzerner Theater 

 

„Ein Sommernachtstraum“ nach William Shakespeare

 

 

mit

Choreografie Musik Bühne Marcel Leemann

Kostüme Paula Herrmann

Assistenz Billa Gleichauf

Kostüme Assistenz Anne-Sophie Mentha

Lichtdesign Sandro Koller

Lichtoperator Peter Emmenegger

Technik smARTtec Veranstaltungstechnik

 

Die Bearbeitung für das Gymnasium Alpenquai stützt sich auf die Übersetzung von Frank Günther (dtv 1995).

Hinzugezogen wurden auch die Nacherzählungen von Michael Köhlmeier (Shakespeare erzählt, Piper 2004), von Andrew Matthews in der Übersetzung von Mirjam Pressler (Die schönsten Shakespeare Geschichten, Verlag Herder 2006) und von Charles und Mary Lamb, in der Übersetzung von Käthe Recheis (Erzählungen nach Shakespeare, Ueberreuter 1969).

 

Zusätzlich zu den etwas über 20 Schülerinnen und Schülern des Freifachs Theater beteiligen sich zwei erste Klassen im Rahmen des Deutschunterrichts am Projekt. Lange Zeit haben der Kurs und die Klassen parallel ihren Beitrag zum Stück entwickelt. Erst gegen Schluss wurde in gemeinsamen Proben mit 60 Schülerinnen und Schülern das Zusammenspiel geprobt. Organisatorisch ist dies für die Schule und für die Schülerinnen und Schüler eine grosse Herausforderung. Es wurde viel an Anpassung, Verantwortung und grösstmöglicher Unterstützung verlangt. Theaterprojekte fordern heraus: andere Qualitäten als im „üblichen“ Schulalltag sind gefragt.

Der Sommernachtstraum ist ein Stück, das oft gespielt wird, auch von Schulen. Sehgewohnheiten haben es geprägt. Uns war es wichtig, eine eigene Umsetzung des Stücks, die der Lebensrealität der Schülerinnen und Schüler möglichst nahe kommt, zu finden. Sprachlich bleibt unsere Fassung nah am Text von Shakespeare, allerdings wurde stark gekürzt, so dass der Text von jugendlichen Spielerinnen und Spielern bewältigt werden kann.

Im Sommernachtstraum werden vier Geschichten oder vielmehr Handlungsstränge nebeneinander erzählt, die eher locker miteinander verknüpft sind. Der Ort, an dem das Stück spielt, ist einmal Athen und dann der Wald.

Die verbindenden Themen und Motive in den vielen Geschichten sind: Liebe, Schein und Sein, Ordnung und gestörte Ordnung, Vernunft und Chaos und Magie, Spuk und Verzauberung. Das herausragende Thema ist die Liebe. In einem leichtfüssigen Reigen malt Shakespeare ein reichhaltiges Gemälde – innig, traurig, komisch, schmerzlich, beglückend, bedrückend – alles fügt sich zu einem vollen Leben.

Unsere Inszenierung ist geprägt durch die Zusammensetzung der Theatergruppe von über 60 Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 19 Jahren. Speziell sind die verschiedenen Altersgruppen, die Grösse der Gruppe und dass sich der Theaterkurs aus vielen Mädchen zusammensetzt.

Der Sommernachtstraum erzählt von starken und durchsetzungsfähigen Frauen, die dank ihrer weiblichen Reize, ihrem raffiniertem Wissen über Beziehungen und nicht zuletzt dank dem, dass sie sich sprachlich gerne und gut ausdrücken, die Männer zu „führen“ wissen.

In Shakespeare’s Stück geht es um die Lebensfreude und die Dynamik, die Radikalität und die Sehnsucht junger Menschen. Damit stellen die Schülerinnen und Schüler dem Stück etwas zur Verfügung, was schwer zu überbieten ist. Jungen und Mädchen, gerade erst dem Kind-sein entwachsen und ältere Schülerinnen und Schüler, dem Erwachsen- sein schon viel näher, ergänzen sich und reiben sich aneinander und erzählen etwas von ihrer eigenen Reise in die Zukunft, die im Detail nicht planbar ist und deren Ausgang keiner kennen kann.  

 

 

Inspiration Kostüme  Paula Herrmann

 

 

Trailer Sommernachtstraum, Gymnasium Alpenquai Luzern from TP Video Production on Vimeo.

2012/13

Schulhaus Schwabgut Bern

drei 9. Klassen Sek I Sekundar- und Realschule

Was wäre wenn – Das bin ich

 

Drei neunte Klassen arbeiten im Hinblick auf ihre Bewerbungsgespräche  über den Zeitraum eines Jahres an ihrem Vermögen ohne Angst, frei und selbstbewusst vor Leuten sprechen zu können. Sie erarbeiten Texte, die ihre Lebensgeschichten , Erwartungen, Ängste und Sehnsüchte wiederspiegeln.

Das Ergebnis wird im Brückenpfeiler Bern einem ausgesuchten Publikum präsentiert.

 

mit Marcel Leemann Choreografie www.marcelleemann.ch


Wir wollen uns für die schöne Zeit mit ihnen bedanken. Durch sie haben wir uns selber besser kennengelernt und wir wurden selbständiger. Sie haben uns immer Mut gemacht und uns nie kritisiert für das was wir sind und für das was wir taten. Sie sind einer der Gründe, dass wir erwachsen geworden sind.

Klasse 9c

 

 

 

Über Kindheitsträume und Gedanken zu Geld und Glück

Als Kind war ich glücklich.

Ich war unbekümmert und hatte keine Sorgen.

Ich sah die Welt als grossen Spielplatz.

Geld ist für mich, wenn ich es selbst verdiene, der Anfang meines eigenen Lebens.

Es ist nicht mehr das Leben meiner Eltern, ich bestimme selber.

Geld ist wichtig,

Als ich jung war, wollte ich eigentlich immer der Boss einer grossen Firma sein.

Ich wollte ein hohes Tier sein, so dass meine Eltern stolz auf mich sein konnten.

Stolz war für mich wichtig.

Ich war eigentlich immer gut in der Schule, ich konnte mir vorstellen, ein guter Chef zu sein.

Als ich etwa zehn Jahre alt war, habe ich realisiert, dass es schwierig ist, Chef einer grossen Firma zu werden. Meine Eltern haben mir gesagt, dass nichts unmöglich ist.

Aber mit der Zeit habe ich gemerkt, dass das nicht für mich ist.

Man muss nach dem Glück streben, wenn man das Glück nicht herausfordert und keine Risiken eingeht, wird man nie vollkommen glücklich sein.


Über die Liebe
Seine Augen sein Lachen machen mich glücklich jeden Tag.

Er gibt mir Liebe.

Er hat das schönste Lachen.

Ich liebe es mit ihm zu lachen.

 

Streit mag ich nicht es macht mich traurig.

 

Ich nehme ihn so wie er ist.

Er ist etwas Besonderes.

 

Wenn ich deine Augen sehe schmilzt mein Herz

Wenn du lächelst lacht die Sonne am Himmel.

Wenn du dich freust bin ich im 7. Himmel.

Ich bin still und höre dir zu weil du mir wichtig bist.

Ich liebe deine Treue.

Ich liebe deine Liebe.

 

Wenn du dich verschliesst und dich nicht meldest

bebt für mich die Erde.

Du entschuldigst dich nicht dafür.

Doch ich verzeihe dir.

Du bist mir wichtig.

Ich hab dich lieb.

2011/12

2012/13

Schulhaus Schwabgut Bern

drei Klassen 5./6. Schuljahr Primarschule eine 7. Klasse Sek I Realschule

Das Leben ist schön

 

Aufnahme einer CD

Wer man ist, erlebt man, indem man mit anderen spricht und ihnen zuhört.

Reiche Erinnerungen sind ein Schatz fürs Leben.

Wer sich das Träumen nehmen lässt, verliert die Kraft, in seinem Leben etwas zu bewirken

Das Leben ist schön

Drei erst 5., später 6. Klassen: Mädchen und Jungen erzählen aus ihrem Leben, schreiben Texte, lesen und erzählen vor dem Mikrofon

Eine 7. Klasse: Schülerinnen und Schüler bauen Instrumente aus Schrottmaterial, machen damit Musik und beschäftigen sich mit Komposition

Ein Projekt von spielart und tönstör

 

mit  Lukas Walther

Projekt von spielart – werkstatt für sprache und bewegung

Tontechnik Lukas Walther

Aufgenommen wurde im Tonstudio Audiolager

Musik

Bau der Schrottinstrumente Ueli Hess mit Unterstützung von Ewald Schraner, Werklehrer im Schwabgut

Arrangements und Aufnahmen Maru Rieben

Projekt von tönstör Vermittlung neuer Musik

Für die finanzielle Unterstützung danken wir dem Programm Bildung und Kultur, Kanton Bern

Bild  Daniel Mentha

 

 

2012/13

Kantonsschule Alpenquai Luzern

Pfyler 19. Jahrhundert Einführung in „Wahlverwandtschaften“ Johann Wolfgang von Goethe

Projektwoche zum 19. Jahrhundert

 

Schloss Rossla soziokulturelles Zentrum & Restaurant Projektidee und Umsetzung spielart in Zusammenarbeit mit Andreas Herrmann und ars popularis 2003-05

2012/13

Luzerner Theater „Enter“

für 15 Klassen Sek I und II zu „Maria Stuart“ Friedrich Schiller und „Kasimir und Karoline“ Ödön von Horvath

 

 

In den Stückeinführungen durch „spielart“ wird jeweils ein Aspekt des Stücks ausgesucht, der der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen nahe kommt. Meist geht es um einen Teil einer Beziehungsgeschichte zwischen jungen Menschen. Mittels geeigneter Theaterübungen erfahren sich die Schülerinnen und Schüler in einem kurzen Rollenspiel als Spielende.

Dieses Rollenspiel kann so aufgebaut werden, dass auch Jugendliche, die das Stück nicht gelesen haben, ins Stück „einsteigen“ können. Damit ist diese Form der Stückeinführung auch für Jugendliche aus sogenannten bildungsfernen Elternhäusern geeignet, oder für Jugendliche, die aus anderen Gründen das Stück nicht lesen wollen oder können (Oberstufe Primarschule, Brückenangebote, Berufsschulen). Bei vielen Theaterstücken steht für Jugendliche, die den Text lesen, das Fremde oder das Andere der Lebenswelt der Protagonisten im Vordergrund und verhindert dadurch nicht selten die Einfühlung in die Figuren und das Geschehen.

 

Text einfügen...

 

Jugendliche schaffen es nicht immer von sich aus das, was sie von den Figuren trennt, zu überwinden um das wahrzunehmen, was immer noch oder immer wieder gilt.

Indem Figuren in ihrer Verflechtung miteinander in einer heutigen Sprache eingeführt und beschrieben werden, ist es leichter, die Figuren an sich herankommen zu lassen. Meistens reicht es, den Jugendlichen die Ausgangssituation des Stücks nahe zu bringen und wenn der Einstieg emotional engagiert gelingt, können sich die Jugendlichen nicht mehr distanzieren. Zusätzlich bietet sich in der Stückeinführung auch die Gelegenheit, die Jugendlichen mit einem modernen, heutigen Zugang des Theaters zum Stück bekannt zu machen. Gerade junge Leute , die noch nie im Theater waren (das sind oft viele in einer Klasse) haben ein einseitiges (konservatives) Verständnis von Theater. Sie sind nicht selten irritiert von dem, wie das Theater an Stücke herangeht. Man tut gut daran, diese Irritationen anzusprechen und damit vorweg zu nehmen, so können sie abgebaut werden und es wird eher ein unverstellter Zugang zum Geschehen auf der Bühne möglich. Wie immer wieder berichtet wird, sind Klassen, die eine Stückeinführung mitgemacht haben, konzentrierter und ruhiger als andere Klassen, die manchmal ihre Irritation in Unruhe und Schwatzen zum Ausdruck bringen. Lehrerinnen oder Lehrer erzählen immer wieder, dass die Schülerinnen und Schüler engagiert und innerlich beteiligt der Aufführung gefolgt sind

 

2012/13

Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern Berufsvorbereitung BV 10. Schuljahr

Trainings - Modul zur Kompetenzschulung „Erscheinungsbild und Auftreten im professionellen Rahmen“

 

In unserem Training arbeiten wir an Grundhaltungen. Übungen erlauben den Jugendlichen an sich und an Anderen Haltungen zu beobachten. Die Jugendlichen erleben und erfahren Vorgänge und begreifen neue Zusammenhänge. Sie können sich neue Haltungen aneignen und trainieren.

Die Teilnehmenden erhalten Rückmeldungen über ihre persönliche Ausstrahlung. Sie sollen wissen, was sie gut können und was bei ihnen gut wirkt. Sie werden ermutigt, ihr Erscheinungsbild anzunehmen, indem sie sich an dem freuen, was anderen und ihnen gefällt. Sie erleben welche Möglichkeiten sie haben, mit Schwierigkeiten umzugehen. Wer Fehler zulässt kann lernen. Wer Herausforderungen vermeidet, nimmt sich aus dem Geschehen raus. Indem die Jugendlichen mit ihrer Wirkung konfrontiert werden, wird klar, dass sie für ihr Auftreten verantwortlich sind und es in ihrer Entscheidung liegt, sich dieser Verantwortung bewusst, aktiv und kreativ zu stellen.

2012/13

Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern Berufsvorbereitung

Programm „Aufstarten“

 

 

2012/13

Pädagogische Hochschule Bern Institut für Weiterbildung IWB CAS Kulturvermittlung

workshop Rhetorik ein Tag

 

 

Seit vielen Jahren arbeiten wir mit Jugendlichen und Erwachsenen an der Präsentation von literarischen Texten und Alltagstexten.
Ganz praktisch haben wir uns immer wieder gefragt, was „macht“ jemanden zu einer guten Sprecherin, einem guten Sprecher. Was „braucht“ es, um die Zuhörenden zu interessieren, zu begeistern oder zu berühren. Was ist es, was uns von jemandem sagen lässt, sie oder er sei echt oder authentisch.
Wir haben im Laufe unserer Arbeit eine Reihe von Übungen aufgebaut, die deutlich machen, worum „es geht“. Die Übungen provozieren angestrebtes Verhalten und fordern es heraus.
Gleichzeitig haben wir unser Vorgehen immer wieder versucht theoretisch zu untermauern.
Dabei sind wir auf einen Begriff innerhalb der ästhetischen Bildung gestossen, der unsere Erfahrungen am genauesten beschreibt: den Begriff der „ästhetischen Erfahrung“.

 

Es geht um die Verknüpfung von Sinnlichkeit und Vernunft, Expressivem und Kognitivem, von Handeln und Verstehen. In einem Neugierde und Offenheit weckendem Umfeld kann man den Phänomenen gleichsam „auf den Leib rücken“. Es kann sich reichhaltige sinnlich-emotionale Wahrnehmung, Erinnerung, Verknüpfung und Verarbeitung mittels symbolischer und empfindungsnaher Äusserungsformen entfalten. (Jürgen Weinz, Theaterpädagogik und Schauspielkunst, Schibri Verlag 2008).

Es geht uns darum, die Kompetenz in Sprechen und Auftreten so zu fördern, dass Zuschauer davon berichten, wie beeindruckt und berührt sie waren. Die Kinder und Jugendlichen haben es geschafft, etwas auf sprachlicher und auch auf nichtsprachlicher Ebene zu vermitteln, was wichtig und „irgendwie“ richtig ist.
Wir sind der Meinung, die Schule fördert diese Kompetenz zu wenig.
Wir sind der Meinung, die Schule fördert in diesem Bereich Verhalten, das beeinträchtigt und belastet und so die Entwicklung der Kompetenzen in Sprache und Auftreten behindert anstatt zu ermöglichen. Man ist geneigt hinzunehmen, dass einige Schüler es von sich aus gut können und andere (leider) nicht. Dem Entdecken der eigenen Möglichkeiten, die zum Teil unerkannt schlummern und dem Benennen der eigenen Stärken wird zu wenig Raum gegeben. Schülerinnen und Schüler haben nicht gelernt ihre Gefühle im Gespräch zu kontrollieren und zu steuern. Sobald sie einen Fehler machen, stürzen sie emotional und in ihrem Selbstwertgefühl ab (Fehlerkultur). Es wird zu wenig Raum gegeben, die lustvolle Seite des sich Äusserns und die Leichtigkeit des Tuns zu entdecken. Schimpfen und sich Beklagen ist einfacher, als zur Verfügung zu stellen, was wichtig und wertvoll, vielleicht auch schmerzvoll ist, aber Bedeutung hat.

 

 

2012/13

Projekt Bildung und Kultur Kanton Bern

Wettbewerb „Tète a Tète“

Mitglied der Fachgruppe 

 

2011/12

Kantonsschule Alpenquai Luzern In Zusammenarbeit mit dem Luzerner Theater Theaterkurs

Drei Schwestern Anton Tschechow

Drama in vier Akten

 

Die Bearbeitung für das Gymnasium Alpenquai stützt sich auf die Übersetzung und Bearbeitung von Thomas Brasch (Suhrkamp Verlag 1985) und auf die Übersetzung von Marianne Wiebe (dtv 2009)

Erste Aufführung 1901 im Moskauer Künstlertheater, Regie Konstantin Stanislawski.

 

„Schlaflied“ und „Spätnachmittag“ aus dem Gedichtband „Ich bin in Sehnsucht eingehüllt von Selma Meerbaum-Eisinger (Fischer Taschenbuchverlag 1984).

 

 

mit Amadeus Soszka

Florina Haxhimurati Laura Valkovsky Stella Konrad

Iva Vaszary Clara Kost Francesca Albrecht Emma Herrmann Nadja Sigrist Madleina Cavelti Johanna Liechti Anke Bautzmann Dominique Devenport Nina Deicher Anna Philipp Larissa Schmid

Patrizia Birchler Raphael Hauenschild Reto Emmenegger Elliot Schneider Nora Vaes Janka Möller

Vokalensemble Corina Bucher Nora Ly Selina Mattmann Elias Barmettler Philipp Lischer

 

Choreografie Sonia Rocha www.soniarocha.ch

Musik Komposition und Einspielung Simon Ho www.simonho.ch

Vokalensemble Einstudierung Brigitte Kuster Fach Vokalensemble Kantonsschule Alpenquai

Bühne Duri Paulin Klasse SBG 4Rb/4Rc Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten Kantonsschule Alpenquai

Kostüme Paula Herrmann und Reto Emmenegger

Licht Peter Emmenegger Kantonsschule Alpenquai Erweiterung der bestehenden Lichtanlage durch smARTec Veranstaltungstechnik

Beratende Mitarbeit Andreas Herrmann und Flavio von Burg www.luzernertheater.ch

Produktion Andreas Zürcher Kantonsschule Alpenquai

 

 

Dieses Stück für 18 Mädchen und 4 Jungen, im Alter zwischen 13 und 18 Jahren, zu bearbeiten, stellt eine grosse Herausforderung dar. Gewisse Aspekte des Stücks lassen sich für eine Laien – Schul – Theatergruppe dieser Art nicht erspielen. Diese Einschränkung kann als Nachteil empfunden werden. Uns war es jedoch wichtig, mit der Gruppe die Aspekte des Stücks herauszuarbeiten, die für die Jugendlichen wesentlich sind, sie betreffen, sie berühren. Wir sind überzeugt, dass die jugendlichen Darstellerinnen und Darsteller ihre Figuren in einer Art zeigen können, die einzigartig ist. Jugendtheater ist für uns nicht nur einfach „grosses Theater im Kleinen“. Uns ist es wichtig, Jugendtheater als eigene Theatersparte zu verstehen.

Das Stück wurde dramaturgisch für die Aufführung im Alpenquai gekürzt und bearbeitet. Gestützt haben wir uns dabei auf die Übersetzung und Bearbeitung von Thomas Brasch (1985) und auf die Übersetzung von Marianne Wiebe (2006). Es schien uns aber wichtig, einiges vom Sprechduktus des Stücks beizubehalten. Wie die Figuren sprechen klingt in unseren Ohren etwas altmodisch und manchmal umständlich. Thomas Brasch ist in seiner Bearbeitung in der Sprache direkter und angriffiger. Wir haben uns häufig auf ihn bezogen und manchmal seine Sprache noch direkter und „heutiger“ gestaltet. Doch ganz viel von dem Tschechow eigenen melodiösen und eleganten Sprachklang haben wir beibehalten.

Die Figuren von Tschechow reden oft über Alltägliches, in ihren Sätzen klingt aber meist viel mehr mit, Gefühle, die nicht direkt ausgesprochen werden, oder Lebenshaltungen, die in leicht hingeworfenen Bildern angedeutet werden. Vielsagend ist auch, an wen sich die Sätze richten oder wer sich von wem mit seiner Aussage abwendet. Die Schwestern sagen selten klar, eindeutig und direkt, worum es ihnen geht - sie sind Meisterinnen der verdeckten Aussagen. Die Schwestern beziehen sich oft aufeinander. Es sind die Männer im Stück, die immer wieder den Kontakt zu ihnen suchen, aber echte, tiefe Nähe finden sie selten. Neben dem scheinbar alltäglichen Gerede werden auch die grossen Lebensfragen gestellt und wunderschöne Sprachbilder gemalt. All das macht die Texte vieldeutig und erzeugt eine eigenartig flirrende, gleichsam tänzerische Sprachmelodie.

Die Figuren von Tschechow haben Seele. Man liebt sie, sie haben eine eigenartige Schönheit, auch dann, wenn sie grausam, abgründig und böse sind. Tschechow-Figuren sind eigentlich immer unglücklich, sie sehnen sich nach Sinn und Liebe. Sie wollen leben und lieben. Sie denken gerne darüber nach, wie das Leben sein soll und wie man leben sollte und sie reden gerne darüber. Sie sind aber auch merkwürdig hilflos und untätig, wenn es darum geht aktiv das ersehnte Glück zu holen. Die Schwestern leiden, sie können sich nicht wehren, obwohl sie gebildet sind und mit allem ausgestattet, was ihnen ermöglichen würde, ihr Leben in die Hand zu nehmen. Zudem sind sie immer noch wohlhabend, das heisst, sie haben viel Zeit, sich mit sich zu beschäftigen. Ihr Bruder nennt sie verwöhnt. Aber letztlich sind sie in einem erschreckend grossen Ausmass lebensuntüchtig. Macht eine der Schwestern Ansätze, etwas an ihrem Leben klären und verändern zu wollen, wird sie sofort von den anderen auf die ihnen eigene nette, anständige und scheinbar sanfte Art zurückgeholt, sie wechseln das Thema, hören nicht zu oder laufen ganz einfach weg.

 

Der Bruder Andrej hat es schwer. Eigentlich wäre er jetzt nach dem Tode des Vaters frei, nach den eigenen Wünschen zu leben. Aber die Schwestern halten die Ansprüche, an denen er nur scheitern kann, hoch. Andrej hat kaum die Möglichkeit, selbst herauszufinden, was er kann und was er will. So ist er eine leichte Beute für die ehrgeizige und lebenstüchtige Natascha, eine junge Frau, aus der von den Schwestern verachteten Stadt, der es gelingen wird, die Macht im Haus der Geschwister zu erlangen. Fast widerstandslos lassen sich die Schwestern aus dem Haus vertreiben.

Der Zukunftsplan, nach Moskau zu ziehen, wird für die Schwestern zum unerfüllten Traum, der ihr ganzes Denken und Fühlen bestimmt. Das Leben der Schwestern wird zunehmend von dem Gefühl des Verlustes und der Trauer und Verzweiflung darüber geprägt. Sie reagieren kaum mehr auf das, was ihre Gegenwart ihnen bietet. Keiner der Männer im Leben der Schwestern wird wirklich erhört. Tusenbach, der unermüdlich liebt, verhungert an der Seite Irinas. Mascha stellt nie die Ehe zu Kulygin in Frage und Olga hat schon lange innerlich die Hoffnung auf eine glückliche Ehe begraben. Tschechow deutet verschieden Möglichkeiten von Beziehungen an. Keine wird sich erfüllen. Tusenbach wird vor der Hochzeit mit Irina vom eifersüchtigen Soljony im Duell getötet. Die Militärbrigade zieht ab und Mascha richtet sich wieder in ihrer Ehe zum ungeliebten Gymnasiallehrer Kulygin ein. Olga wird das, was sie nie sein wollte, Schuldirektorin und nimmt die von Natascha vertriebene Anfissa in ihre Wohnung auf. Einsam und unglücklich verlieren die Schwestern zuletzt auch noch die letzte Zuflucht, das schöne und behagliche geschwisterliche Heim, in dem jetzt Natascha mit ihren Kindern Bobik und Sophie, dem schwachen Andrej und dem Liebhaber Protopopow das Sagen hat.

Tschechow hat mit dem Stück ein hellsichtiges Portrait einer russischen Gesellschaft gezeichnet, die an der Aufgabe, die notwendigen Veränderungen in Russland einzuleiten, gescheitert ist und dadurch Mitverantwortung trägt für die gewalttätige Revolution mit all ihren grausamen Folgen. Tschechows Schwestern hätten, wenn nicht schon in der Revolution zu Tode gekommen, sicher in einer der Terroraktionen unter Stalin ihr Leben verloren. „Drei Schwestern“ ist auch ein politisches Stück über die Kraft einer gebildeten und wohlhabenden Gesellschaft, sich den Veränderungen und Anforderungen der Zeit zu stellen.

 

 

 

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2011/12

Schulhaus Schwabgut Bern

9. Klasse Sek I Realschule in Kooperation mit der Dampfzentrale Bern

Tanzwirbel Ein langes Wochenende der Tanzvermittlung in der Dampfzentrale Bern

25.- 29. November 2011


„Sprachlos“ Ein Tanz – Wort – Musik – Projekt Spielart und Tönstor


mit Marcel Leemann Choreografie www.marcelleemann.ch

Barbara Balba Weber Tobias Reber Andri Probst tönstör Laptop-Ensemble

 

 

Marcel Leemann Physical Dance Theater produziert, emotionales und physisch anstrengendes Tanztheater. Leemann's Arbeiten sind unerwartet roh, leidenschaftlich und auch humorvoll. Tanztheater, das herausfordert. Seine Arbeiten beruhen auf strukturierten Improvisationen mit einer eigenen klaren Tanztechnik. Leemann's Kollaborationen mit DJs, VJs, Komponisten und Schriftstellern runden die wieder erkennbaren Choreographien ab. MLPDT arbeitet mit einem festen Kern von exzellenten TänzerInnen.

 

 

Man spricht die Sprache nicht, einem fehlen die Worte, oder es verschlägt einem die Sprache aus Freude, Angst, Wut: man ist sprachlos. Gerade dann, wenn man die Worte verliert, erzählen Blick, Gesichtsausdruck, Gesten, Berührungen, Bewegungen in ihrer „Sprache“, in ihren Ausdrucksmöglichkeiten eine Geschichte.
Marcel Leemann arbeitet mit Alltagsbewegungen. Er setzt vertraute Alltagsbewegungen in ungewohnte Abläufe, gibt ihnen einen musikalischen Rhythmus, schafft eine dichte Konzentration, und so bekommt das Vertraute eine ungewohnte Farbe, einen neuen Klang und schenkt dem, was wir im Alltag kennen, eine überraschend neue Ansicht.
Die Mädchen haben sich auf schwierige und emotional herausfordernde Fragen eingelassen. Was hindert uns daran zu sagen, was wir gerne sagen würden? Wem würden wir gerne etwas sagen, wenn wir uns trauten, es zu sagen? Wie würden wir miteinander umgehen, wenn alles so wäre, dass wir sagen könnten, was uns im Herzen bewegt? Dazu haben sie Briefe geschrieben.
Die familiären Wurzeln der Schülerinnen und Schüler liegen in Südeuropa und in Asien. Sprache, Muttersprache, „Schulsprache“, Fremdsprache haben im Schulhaus Schwabgut eine spezielle Bedeutung. Wer versteht wen, mit wem spreche ich meine Familiensprache, wann und in welchem Zusammenhang sind welche Sprachen für mich wichtig? Wie klingen all diese Sprachen? Zu diesen Themen haben sich die Schülerinnen und Schüler in der Klasse geäussert. Das Aufnahmegerät lief mit. Mit den Sprachaufnahmen aus diesem Material experimentieren die 5 Jugendlichen des Laptop-Ensembles, verarbeiten, verwandeln und verändern es zu musikalischen Klängen und Rhythmen, die live zu der Choreografie gespielt werden.

2011/12

Singschule der Musikschule Köniz

Lieder zur Nacht Konzert 

mit Annett Rest Chorleitung

 

2011/12

Kantonsschule Alpenquai Luzern

Pfyler 19. Jahrhundert Einführung in „Wahlverwandtschaften“ Johann Wolfgang von Goethe

Einführung in eine Projektwoche zum 19. Jahrhundert

 

Bild Daniel Mentha

2011/12

Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern Berufsvorbereitung

Trainings - Modul zur Kompetenzschulung „Erscheinungsbild und Auftreten im professionellen Rahmen“

 

 

Der Nachteil einer Gruppe, in der man sogenannte „Schwierige“ und „Schüchterne“ zusammenwirft ist, dass gegenseitig bestätigt wird, wie schwierig es ist, Schwächen abzulegen und sich zu verändern. Schulleitung und Projektleitung sind der Meinung, dass die Wirksamkeit des Trainings nachhaltiger ist, wenn Mechanismen des sozialen Kontakts am Beispiel des momentanen Umfeldes, der Klasse, aufgezeigt und auch benannt werden. Im geschützten Rahmen des Trainings wird eigenes Verhalten im Zusammenspiel mit den Anderen neu erfahren, und dadurch neu bewertet. Das schafft Voraussetzungen, das Verhalten längerfristig zu verändern.

2011/12

LuzenerTheater „Enter“

Einführung für 19 Klassen Sek I und Sek II zu

„Der Besuch der alten Dame“ Friedrich Dürrenmatt

2011/12

Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern Berufsvorbereitung

Programm „Aufstarten“

 

 

2011/12

Kantonsschule Alpenquai Luzern

SCHILW Tag zum Thema „Auftreten“

Lehrpersonen setzen sich mit dem Sprechen vor Schülern auseinander

 

An – sprechen – d

Was man sagen möchte, der Inhalt dessen was man sagt, ist wichtig

Die Bedeutung aber, die die Botschaft im Austausch zwischen Menschen erhält, geht über die Worte hinaus.

Die Qualität des Kontakts gibt der Information die Farbe, die Intensität und die Überzeugungskraft.

Sprechen ist mehr als das Aneinanderreihen von Informationen.

Die Beziehung, die ich als Lehrender zu den Schülern aufbaue, die mir anvertraut werden, ist entscheidend für deren Bereitschaft sich auf Inhalte

einzulassen, die ich vermitteln möchte.

Kantonschule Alpenquai Luzern

Intervention Klasse Untergymnasium

2011/12

Höhere Fachschule für Tourismus Luzern

Workshop Kommunikation

 

 

Offen sein, Nähe zulassen, auf andere eingehen können: „Es macht mir nichts aus, vor anderen zu sprechen“, oder: „Ich mag es nicht, vor anderen zu sprechen.“

Welche Aussage gilt für mich? Wo ordne ich mich spontan ein? Gilt für mich eine Mischform beider Aussagen?

Keine der Aussagen ist an sich problematisch oder ungünstig für mich als Rednerin oder Redner. Wer es nicht mag,, vor anderen zu sprechen, neigt jedoch manchmal dazu, Herausforderungen zu vermeiden. Eine Haltung, die das Problem oft nicht löst, es in der Tendenz eher noch verschlimmern kann. Die unangenehmen Gefühle, die den Auftritt begleiten, haben eine wichtige Funktion. Sie weisen darauf hin, dass es wichtig ist, seine Aufmerksamkeit gezielt einzusetzen. Hiermit wird auch klar, dass eine Gefahr für diejenigen, denen es wiederum nichts ausmacht vor anderen zu sprechen darin liegt, die Aufgabe zu unterschätzen oder ihr zu wenig Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn die eine Person zu wenig spricht (sich nicht in den Vordergrund stellen mag), oder zu sehr mit selbstentwertenden Gedanken beschäftigt ist, neigt die andere Person möglicherweise dazu, etwas gedankenlos zu wirken, unaufmerksam für die Reaktionen der Zuhörer zu sein oder sogar von eitlen Gedanken über sich eingenommen zu sein.
Entscheidend ist nicht, dass es Leute gibt, die expressiv oder schüchtern, mitteilsam oder zurückhaltend, vermeintlich begabt oder aber vermeintlich unfähig sind. Unterschiede sind existent und lassen sich nur sehr bedingt verändern. Es geht nicht darum, Persönlichkeiten zu verändern. Entscheidend ist, wie mit den unterschiedlichen Neigungen umgegangen wird, wie die Herausforderung vor Leuten zu sprechen angenommen wird, wie der Stress, der damit einhergeht, bewältigt wird.

Wer in diesem Sinn Möglichkeiten zulässt, sich an konkreten Aufgaben weiter zu entwickeln, wird an sich noch unbekannte Fähigkeiten entdecken.

Da Stress mit dem ersten wortlosen Anfang des Auftritts verbunden sein kann, wird versucht, den Vorgang abzukürzen oder gewissen Aspekten davon auszuweichen: Schnell losreden, um so schnell wie möglich der Situation entfliehen zu können, Blickkontakt ausweichen, Gefühle und Gedanken unterdrücken. Resultat dieser Reaktionen ist oft ein unbefriedigender Auftritt, der im Übrigen wieder bestätigt, dass man es nicht kann. Damit verstärken sich alte Befürchtungen.
Wer die Herausforderung, den „Auftritt“ annehmen will, muss aktiv gegen Tendenzen zur Flucht oder Vermeidung angehen. Das „sich Stellen“, „sich der Situation annehmen“ hat körperliche Entsprechungen, die sich in der Atmung und in der Körperhaltung niederschlagen.
Wie persönlich darf ich sein? Jeder noch so sachliche Vortrag kann in Ansätzen die Qualitäten einer persönlichen Geschichte aufweisen. Persönliche Anekdoten können dazwischen geschoben werden. Die Aufmerksamkeit des Publikums kann nach z.B. relativ abstrakten Gedankenabläufen so wieder zurückgeholt werden. Die persönliche Anteilnahme am Thema darf zuweilen durchschimmern. Wer sich mit Leidenschaft einem Thema annimmt, soll genau das auch mitteilen. Wer durchblicken lässt, was sie oder er während der Erarbeitung des Themas erlebt hat, Angenehmes und weniger Angenehmes, holt die ZuhörerInnen auch auf dieser Ebene ab und kann darum auch anstrengendes, unpersönliches Material präsentieren.
Das Publikum geht mit, wird still und hört aufmerksam und gebannt zu,

wenn die Erzählerin/ der Erzähler selbst in ihre eigenen Geschichte eintauchen, wenn sie/ er vor ihrem inneren Auge die Geschichte wieder erleben, wenn sie/ er sich die Zeit nimmt, die Geschichte im Moment in sich zu suchen, wenn sie/ er vor Publikum nachdenken können, sich die Zeit nehmen nach den richtigen Worten zu suchen.

Wenn diese Erzählweise den Zuhörenden erlaubt, sich den eigenen Gedanken zu öffnen und eigene Bilder entstehen, wenn dem Zuhörenden viel zu dem einfällt, was sie oder er hört.

Wenn scheinbar banale Alltagsereignisse so erzählt werden, dass das Publikum gebannt ist, zuhört, mitgeht, Interesse zeigt, mehr erfahren möchte, wenn Details veranschaulicht werden, wenn andere Räume entstehen, in denen andere Dinge passieren dürfen, wenn sich bei einer nicht einmal unbedingt besonders originellen Geschichte der Witz mitteilt, das Einzigartige spürbar wird.

Wenn sich über die Anschaulichkeit der Schilderung ohne jegliche Anstrengung Originalität einstellt.

Wer mit innerer Anteilnahme erzählt, wer weiss, wem sie/ er die Geschichte „schenkt“, will wissen, wie sie/ er damit beim Publikum ankommt. Jedes gute Gespräch funktioniert so. Beim Auftreten spricht eine Person. Sie stellt ihre Geschichte in den Raum. Das Publikum redet nicht mit Worten mit, es reagiert mit seiner Körpersprache. Im Blick des Anderen erkenne ich eine Antwort auf das, was ich gesagt habe. Bei Menschen, die einem vertraut sind, fällt es meist leichter eine Antwort zu holen. Es ist wichtig, dass die Antwort auch in den Augen derer geholt wird, die vielleicht Angst machen, vor denen man eine Scheu hat, deren Akzeptanz unter Umständen jedoch besonders wichtig wäre. Es braucht Überwindung hinzuschauen. Nicht hinschauen, nicht wirklich Kontakt aufnehmen provoziert, dass die Zuhörer aussteigen. Wer nicht gesehen wird, fühlt sich nicht beachtet. Missachtung verärgert. Ein erwachsenes Publikum reagiert zuweilen wie kleine Kinder es tun. Es wird unruhig und macht mit Störmanövern auf sich aufmerksam. Das heisst, genau dort, wo Unruhe ist, genau da sollte der Fokus sein. So holt man die Unaufmerksamen wieder in die Geschichte hinein.  

 

 

2011/12

Friedensdorf, village de paix „Wie sag ich es?“

workshop für Animatorinnen und Animatoren

 

 

 

Personen, die beruflich mit Jugendlichen arbeiten, sind häufig pädagogisch ausgebildet. Die Ausbildung und die Berufserfahrung macht sie zu Experten im Umgang mit Jugendlichen. In unserer Arbeit geht es nicht um den Hintergrund des pädagogischen Wissens und der pädagogischen Haltung. Wir befassen uns damit, wie Jugendliche angesprochen werden. Im engeren Sinn: Wie spricht man mit ihnen oder wie gestaltet sich der konkrete Kontakt. Dieser Aspekt – nicht was sage ich, sondern wie sage ich es – wird in Ausbildungen zu wenig reflektiert und kaum geübt. Unsere Erfahrung zeigt, dass zu diesem Thema in relativ kurzer Zeit viel gelernt werden kann was sich im Alltag bewährt,.
Personen, die professionell mit Jugendlichen arbeiten, sind „voice worker“. Als solche sind sie Vorbilder für Jugendliche. Sie bringen ihnen das Auftreten bei. Daher macht es Sinn, die eigene Auftrittskompetenz zu thematisieren.

Sprechen ist mehr als Worte und Sätze: Emotionalität, Gedanken und Körperlichkeit sind angesprochen und beeinflussen sich gegenseitig. Wer differenziert wahrnehmen und sich selber fein und differenziert einstimmen kann, gestaltet sein Sprechen bewusst und kontrolliert damit seine Mittel. Wie stimme ich mich als Person ein und wie stimme ich mich auf mein Publikum ein? Wie entsteht Souveränität wenn ich vor Menschen spreche? Wie vermittle ich dieses Wissen den Jugendlichen, die mir anvertraut sind.
Wir thematisieren die Qualität von Kontakt und Ansprache. Es geht um die Wirkung und die Ausstrahlung, die man auf andere hat. Man selber kann sich nicht beobachten, man kennt sich aus den Reaktionen und Rückmeldungen der anderen, man „sieht“ sich im Auge des Betrachters. Stellt man dieses Thema ins Zentrum der Aufmerksamkeit, löst es häufig Verunsicherung, Angst oder Schamgefühle aus. Vor allem, weil in unserer Gesellschaft wenig darüber gesprochen wird. Ob jemand von sich denkt, sie oder er habe eine gute Ausstrahlung oder eine gute Auftrittskompetenz, entspricht meist einer subjektiven, lebensgeschichtlich geprägten Einschätzung, die sich manchmal nur schwer überprüfen oder gar verändern lässt. Wir sehen es als unsere Aufgabe, Menschen in einem geschützten und wertschätzenden Rahmen die Chance zu bieten, die eigenen Qualitäten zu erkennen und neue Fertigkeiten zu entdecken.
Wenn der Vorgang „Sprechen vor Publikum“ in möglichst allen Dimensionen begriffen wird - in möglichst allen Dimensionen und wenn Erfahrungen aufgrund dieser Einsichten gemacht werden können, macht man immer ausgeprägter und immer häufiger alles „automatisch“ richtig.
Wir orientieren uns am sogenannten „Ressourcenorientierten Arbeiten“. Dabei stehen persönliche Ressourcen im Fokus und nicht das „Abarbeiten“ von Problemen. Dem, was als persönliches Ziel gesetzt wurde, soll man sich in konkreten, machbaren Schritten annähern. Ansatzpunkt für die Betrachtung sind „gute Erfahrungen oder gute Ansätze davon“ oder Annäherungen an solche.
Systemisches Denken: vieles ist mit vielem vernetzt, die Frage, wer „Schuld“ ist an einem Zustand rückt in den Hintergrund. Wichtig ist die Frage: wie kann ich Systeme beeinflussen – wie man z.B. aus einer schwierigen Aktions-Reaktionsschlaufe herausfinden kann. Kreative, ungewöhnliche Lösungen sind gefragt.
Konzentrierte Aufmerksamkeit

macht innere Prozesse bewusst ohne dass man sich davon mitreissen lässt

Abläufe im eigenen Inneren wahrnehmen, sie annehmen, dadurch kann man sie loslassen oder verändern

Gedanken, Gefühle und Verhalten untersuchen, steuern, sie gestalten oder umlenken, dies erzeugt Entscheidungsfreiheit und man hat mehr Kraft die Zukunft zu planen

Gute Kontakte, die Verschiedenheit anderer achten, die Kommunikation ist offen

Setzt Kreativität frei

Flexibel, anpassungsfähig versus starr oder chaotisch (Angst-Stress-Achse: kämpfen, fliehen, erstarren sind Notprogramme)

Gutes Energieniveau, Spannkraft, ein Gefühl der Leichtigkeit

Verändert auch physische Beschaffenheit des Gehirns (stimuliert Wachstum von Hirnbereichen, Neuroplastizität), dies kann Zustände verändern, längerfristig auch Wesenszüge

Teil eines Grösseren sein

Reaktionsfähigkeit

Angstmodulation

Empathie

Einsicht

Moralische Haltung

Intuition 

 

 

2011/12

Albert Köchlin Stiftung

Wettbewerb „Sagenhaft“

 

Mitglied der Jury Bereich Theater

Im Jahr 2001 kreierte die Albert Köchlin Stiftung AKS eine Projektidee, wonach alle vier Jahre kulturelle Produktionen aus der Innerschweiz für die Innerschweiz realisiert werden, welche einen vielfältigen Einblick in ein kulturelles Thema ermöglichen.

Im Frühjahr 2013 lädt die AKS nach dem Barocken Mai (2001), den Goldenen 20ern ( 2005) und transit (2009) zum Thema sagenhaft Innerschweizer Kulturschaffende und kulturell Interessierte zu einem weiteren „ Kulturjahr“ ein.

 

www.sagenhaft13.ch

http://www.art-tv.ch/10012-0-Albert-Koechlin-Stiftung-AKS-Kulturprojekt-sagenhaft.html

2011/12

Projekt Bildung und Kultur Kanton Bern

Wettbewerb „Tète a Tète“

Mitglied der Fachgruppe

" Spüren wie das Leben fliegt"

Foto Paula Herrmann

2011/12

Hochschule der Künste Bern CAS Teaching Arts

 Mentorat

 

 

 

2011/12

Forum Kulturvermittlung

Wer finanziert die Kulturvermittlung? Biel 1.3.12

2011/12

ZHdK

Tagung "Die Künste in der Bildung" Zürich 18.11.11

2010/11

Schule Schwabgut

"Romeo und Julia im Schwabgut"

nach William Shakespeare

 

7 Schulklassen spielen, tanzen, musizieren und singen ihre Geschichten zum berühmten Stück

 

Choreographie und Bühnenbild: Marcel Leemann www.marcelleemann.ch

Musik: Guido Daellenbach

Hospitanz und Kostüme: Anne-Sophie Mentha

Licht: smARTec

 

Das Schulhaus Schwabgut nimmt zu seinem 50-jährigen Jubiläum die Geschichte auf, die heute noch Gültigkeit hat. Die Schülerinnen und Schülern des Schulhauses Schwabgut geben dem Stück durch ihre eigene Interpretationen eine neue ganz eigenwillige Bedeutung.

Romeo und Julia, Sohn und Tochter der verfeindeten Familien, verlieben sich ineinander - nicht ahnend, wer sie sind. Es ist Liebe auf den ersten Blick, unerwartet und überwältigend. Für Romeo und Julia verändert die Liebe alles, es zählt nur noch die Liebe. Die ganze Welt erscheint in neuem Licht. Romeo und Julia begegnen sich von Mensch zu Mensch, auf gleicher Höhe, sie entdecken sich, suchen und finden sich. Was sie an Wissen und Annahmen über die Liebe in einer von Macht und Gewalt geprägten Gesellschaft erlernt haben, fällt von ihnen ab. Ihre Begegnung macht sie frei von Vorbestimmung, frei von Deutungen wie Liebe zu sein hat. Es ist die Begegnung an sich, rein und frei. In der Liebe wird für die beiden der Hass, der ihre Familien bestimmt, sinnlos und absurd. Ihre Liebe malt eine friedliche und schöne Welt, was getrennt war, findet sich, Hass vergeht, Unmögliches wird möglich. Was Romeo und Julia in ihrer Begegnung blitzartig erkennen, gilt für die anderen noch lange nicht! Romeo und Julia sind gefährdet. Ihre Liebe darf nicht sein.
Die Fragen, die das Stück „Romeo und Julia“ aufwirft, die Themen, die es anspricht, sind in der Schule Schwabgut aktuell und wichtig. Die Schülerinnen und Schüler im Projekt setzen sich auf eine etwas andere Art und Weise mit für sie wesentlichen Lebensfragen auseinander. Die Arbeit wirkt sich auf den Umgang der Schülerinnen und Schüler im Alltag aus. Integration, was immer darunter auch verstanden wird, ist ein grosses Thema im Schwabgut. Das Theaterprojekt bietet Möglichkeiten, sich heiklen Fragen zur Lebensgestaltung zu stellen, die in unterschiedlichen Herkunftskulturen zum Teil extrem unterschiedlich behandelt werden.

 

Sie sagen: du blödes Kind, du bist dumm, du stinkst. Das macht mich traurig. Ich weiss nicht, was ich tun soll. Mama, ich habe Angst. Ich habe Bauchweh. Jedesmal wenn ich sie treffe, wird mir kalt.

Ein grösserer Junge schlug meinen Bruder. Er schlug immer mehr. Mir reichte es, ich ging auf den Grossen los. Ich wusste tief im Herzen, ich musste das tun. Ich schlug den Grossen rot und blau. Ich hatte Angst, aber mein Cousin redete mit mir, er passt auf mich auf. (6.Kl)

 

Warum?

Es ist doch nur ein Name, eine Religion, eine Kultur, ein Aussehen.

Es ist die Liebe, die uns verbindet, die Liebe, die uns zusammenhält.

Warum soll ich den lieben, Vater, welcher für dich stimmt?

Ist es dir nicht wichtig, deine Tochter glücklich zu sehen?

Oder ist dein Stolz, deine Ehre oder deine Würde grösser und wichtiger als die Liebe zu deiner Tochter?

Warum? (9.Kl)

 

Seit 1998 hat die Schule Schwabgut mehr als 30 Kunstprojekte mit Teams von verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern aus „spielart- werkstatt für sprache und bewegung“ durchgeführt. Neben den schulischen Wissensfächern prägen die Kunstprojekte die Schule mit, sie sind Teil ihrer Identität. Worum geht es in diesen Projekten? Erst einmal um Wahrnehmung: hinhören, Zwischentöne wahrnehmen, genau schauen, sich einfühlen, begreifen, berühren, körperlich, aber auch seelisch, sich bewegen, Worte finden für das, was einen bewegt: es geht um die Sinne, deren mehr sind als nur die fünf bekannten. Wichtig sind Empfindungen und Emotionen, innere Bilder und Ideen, Gedanken und Geschichten, Erfahrungen und Erinnerungen: es geht auch um Bewertungen und Bedeutungen von Menschen und Dingen in ihren Bezügen. Sinn und Sinnlichkeit, oder Wahrnehmung und Wahrheit sind letztlich, wie unsere Sprache es in der Wortgestaltung deutlich macht, untrennbar zu einem Ganzen verwoben und verbunden. In Kunstprojekten kann Welt, wie sie sich bis anhin dargestellt hat, neu entdeckt, neu begriffen und neu gestaltet werden. Lebensentwürfe werden im fiktiven Raum durchgespielt, die Schülerinnen und Schüler machen dabei konkrete Erfahrungen. Dies wird ihre Einstellung und Haltung zum Leben verändern. Neueste neuropsychologische Forschungen bestätigen, dass Theaterarbeit Empathie und Einfühlungsvermögen und damit soziale Kompetenz fördert. Wer mehr wahrnimmt, hat mehr Potential, Lebensaufgaben adäquat und differenziert anzugehen.   

 

 

rehttp://www.rebeccarebekka.ch​ GrafikEmma-Lou Herrmann Foto

 

 

Berner Zeitung Romeo und Julia als Integrationshilfe

http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/Romeo-und-Julia-als-Integrationshilfe/story/24331726

2010/11

Pädagogische Hochschule Bern Institut für Weiterbildung IWB CAS

 

Kulturverantwortliche in Schulen

Workshop und Probenbesuch zu „Romeo und Julia im Schwabgut“ 

2010/2011

Kantonsschule Alpenquai Luzern In Zusammenarbeit mit dem Luzerner Theater Theaterkurs

"Leise zieht durch mein Gemüt liebliches Geläute"

 

Lyrik mit Sina Link Anna Philipp Reto Emmenegger Dominique Devenport Stella Konrad Naja Sigrist Elin Dürr Valentina Steffen Francesca Albrecht Gian Bättig Johanna Furrer Tanja Vukajlovic Florina Haxhimurati Céline Lütolf Anna Eberle Nina Arisci Clara Spirgi Laura Valkovsky Patrizia Birchler Johanna Liechti Larissa Schmid Clara Kost Kim Rosko Jana Bula Emma Herrmann Lina Kunz

 

Musikalische Beratung und Begleitung: Brigitte Kuster

Technik: Simon Murer, Kleinlaut

Gestaltung Flyer: Emma-Lou Herrmann

 

Das Programm

Leise zieht durch mein Gemüt, Heinrich Heine

Frühlingsglaube, Ludwig Uhland

Blauer Schmetterling, Hermann Hesse

Gefunden, Johann Wolfgang Goethe

Heidenröslein, Johann Wolfgang Goethe

Die Elfe, Heinrich Seidel

Seemärchen, Gottfried Keller

Die Tochter der Heide, Eduard Mörike

Blauer Himmel, Ulla Hahn

Ich bin, Verena Rentsch

Der Handschuh, Friedrich Schiller

Höhere Töchter im Gespräch, Erich Kästner

Die Seeräuber-Jenny, Bertolt Brecht

Das Lied vom Surabaya-Johnny, Bertolt Brecht

Nachtwache, Dagmar Nick

Heute sah ich wieder dich am Strand, Marie Luise Kaschnitz

Nicht alle Schmerzen, Ricarda Huch

Im Nebel, Hermann Hesse

Erwachen, Marguérite Zwicky

Ich erzähle dir, Elisabeth Borchers

Garten, Georg Bydlinski

Am Luganer See, Klabund

Die Katze, Marie Luise Kaschnitz

Die Tänzerin, Silja Walter

Die Mondnacht, Joseph von Eichendorff

Morgenstern, Robert Walser

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Flyer Emma Lou Herrmann

 

Seltsam, im Nebel zu wandern!

Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

 

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

 

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

 

Seltsam, Im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

 

Im Nebel, Hermann Hesse

 

2010/2011

Jugendchor Musikschule Köniz

Chorleitung Annett Rest www.ms-koeniz.ch 

 

In der Zusammenarbeit mit dem Jugendchor Köniz geht es darum die Sprech- und Spielhaltungen auf das Singen zu übertragen, Lieder und Songs szenisch einzubetten und so die Darbietung lebendiger, lustvoller inniger und gestischer werden zu lassen.

 

2010/2011

Luzerner Theater „Enter“

Einführungen für 18 Klassen Sek I und Sek I

„Wie es euch gefällt"

William Shakespeare

 

Regie Andreas Herrmann    Bühne Max Wehberg http://www.buero-wehberg.de/

2010/2011

Luzerner Theater

Pinocchio

Casting und Grundlagentraining für Kinder die in der Produktion des Luzerner Theaters spielen.

 

Fotos Ingo Höhn/ Toni Suter

Regie Andreas Herrmann   Bühne Max Wehberg  Kostüme Sabine Fleck

2010/2011

ars popularis Reichenbach DE

Workshop Sprechen und Auftreten

www.ars-popularis.de

2010/2011

Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern Berufsvorbereitung

Modul zur Kompetenzschulung „Erscheinungsbild und Auftreten im professionellen Rahmen"

2010/2011

Höhere Fachschule für Tourismus Luzern

workshop Kommunikation 

2010/11

Schweizerische Unesco Kommission

Nationales Symposium Kunst und Bildung

 

2008/09

Kantonsschule Alpenquai Luzern In Zusammenarbeit mit dem Luzerner Theater Theaterkurs

„Unbeherrscht“

nach der antiken Tragödie „Antigone“ von Sophokles

 

 

mit Maik Brügmann Musikalische Leitung

mit Andreas Herrmann künstlerische Beratung www.luzernertheater.ch

 

Fotos Emma Lou Herrmann

2009/10

Primarschule Seedorf

6. Klassen Primarschule

Lyrik und Musik 


mit Freddy Zaugg www.fredyzaugg.ch Musikalische Leitung
 

2009/2010

Luzerner Theater „Enter“

Einführungen für 22 Klassen Sek I und Sek II 

„Der zerbrochene Krug“ Heinrich von Kleist

 

"Das in der vergangenen Spielzeit mit grossem Erfolg eingeführte Schulprojekt ENTER wird in dieser Saison weitergeführt. Im Rahmen von «ENTER: Der zerbrochne Krug» können zahlreiche Schulklassen aus Luzern und Umgebung den Entstehungsprozess der Inszenierung in verschiedenen Werkstätten begleiten. Die persönliche Auseinandersetzung der Jugendlichen mit dem Stoff wird auf vielfältige Weise im Umfeld der Theatervorstellungen erlebbar und bereichert die Aufführungen um eine weitere, spannende Dimension."

http://www.luzernertheater.ch/spielplan/der-zerbrochne-krug

2009/2010

Musikschule Hinterkappelen

Kurs für Sprache und Präsentation

8 Termine je 2 Stunden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Treppenhaus Schloss Rossla

2009/2010

Musikschule Köniz

Kurs für Sprache und Präsentation

9 Termine je 2 Stunden

 

2009/2010

Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern Berufsvorbereitung BV

Modul zur Kompetenzschulung „Erscheinungsbild und Auftreten im professionellen Rahmen“

2 Gruppen je 5 Doppellektionen

 

2009/2010

Pädagogische Hochschule Bern Institut für Weiterbildung IWB

Tagung Tanz in der Schule Atelier

mit Darie Cardyn  

2009/2010

Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern

Vorbereitung Schnupperwoche

10. Schuljahr

2009/2010

LEBE Weiterbildung für Lehrerinnen und Lehrer Seeland

zwei workshops „Stimme und Ausdruck“

 

2009/10

Teilnahme an der externen Konsultation zum Konzept

„Bildung und Kultur“ 

 

2008/09

Schulhaus Schwabgut Bern

5. Klasse Primarschule

Taufe eines Zyklus von sieben Bildern von Clive Hodgson

 

mit Michaela Wendt

 

Ruth Bielmann trat mit der reizvollen Idee an uns heran, mit einer Klasse die Bilder, die im Schulhaus hängen sollten in einem Projekt einzuweihen. Wir sind gerne auf diesen Plan eingegangen. Wir hatten Bedenken, wie weit sich die Schülerinnen und Schüler auf die abstrakten Bilder einlassen würden. Die Kinder haben uns positiv überrascht. Sie hatten keine Schwierigkeiten, sich emotional von den Bildern ansprechen zu lassen. Sie haben, nachdem sie verstanden hatten, was wir von ihnen an Textqualität erwarteten, mit wachsender Freude und Lust Texte zu den Bildern verfasst. Wichtig in diesem Prozess war, dass Michaela Wendt den Kindern ihre Texte immer wieder vorgelesen hat. Es war schön, der professionellen Vorleserin zuzuhören. Die Texte wurden dadurch aufgewertet, die Kinder waren stolz auf ihre Produkte und wollten noch mehr von den von ihnen verfassten Texten hören. Im Vergleich zu anderen Klassen fiel die schlechte Sprachkompetenz dieser Klasse auf. Bei einigen Texten musste man rätseln, was der Verfasser, die Verfasserin sagen wollte. Oft fehlten die richtigen Worte. Wenn Kinder sich so schlecht ausdrücken können, ist es nicht einfach, ihnen den notwendigen Rückhalt zu geben, um ihre Freude am Schreiben zu fördern. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Lehrkräfte in diesen Belangen zu unterstützen. Kinder mit Migrationshintergrund nehmen gerne offene Aufgaben, wie „Geschichten zu Bildern zu schreiben“ als Möglichkeit wahr, Gefühle zu ihrem Heimatland oder Erfahrungen aus dem Mutterland zu thematisieren. Auch werden nicht selten schwierige Erfahrungen in Bildern ausgedrückt. Das ist berührend. Wenn es Kindern gelingt, für Wahrnehmungen, die sich fast nicht beschreiben lassen, Worte und Sätze zu kreieren, ist das beglückend für das Kind und für seine Bezugspersonen. Das gleiche gilt auch für die Fähigkeit, Texte gut und sicher vor Publikum vorlesen zu können. 

2008/2009

Schulhaus Schwabgut Bern

9. Klasse Sek I Sekundarschulklasse

„Liebe – sieben Szenen und ein Tanz

mit Dari Cardyn Choreografie

 

2008/2009

Schulhaus Schwabgut Bern

5. Klasse Primarschule

„Von Katzen und Katern“
 

Ich heisse Tom und habe viele Freundinnen und Freunde. Ich bin schwarz mit weissen Tupfen, das macht mich berühmt bei den Katzen. Wenn man mich sehr nervt, bin ich wild. Auf der Strasse, wo ich lebe, ist es hart. Ich muss mir mein Essen selber suchen, nicht so wie manche Katzen, die in einer Familie leben. Ich fühle mich trotzdem gut. Ich bin frei. Ich kann machen was ich will. Am besten ist es in der Nacht, dann kommen alle Freunde und erzählen, wovon sie geträumt haben. Das ist sehr spannend.

 

Ich heisse Laki. Ich bin ein junger Kater. Ich bin schwarz. Ich bin sehr stolz. Mein Katzenkörbchen ist bunt geschmückt, sehr weich und flauschig. In der Nacht erlebe ich Abenteuer.


Ich heisse Mia. Ich bin schwarz weiss. Meine Familie schaut sehr gut zu mir, sie verwöhnen mich. Ich darf hinaus, aber wenn sie rufen, dann komme ich zurück. Ich bin eine Schmusekatze. Zwei Mal in der Woche werde ich gebürstet, das geniesse ich sehr. Am liebsten bin ich beim ältesten Kind, dort sitze ich auf einer Decke und schaue aus dem Fenster.


Ich heisse Dominique. Ich bin eine Mischkatze: orange, weiss, braun, etwas grau und etwas schwarz. Ich bin verspielt. Ich bin erst drei Monate alt. Ich bin noch unsicher auf meinen Beinen. Ich schlafe in einem Puppenbett. Ich trinke Muttermilch, meine Mutter heisst Mona. Ich bin noch zu klein, um nach draussen zu gehen. Ich habe viele Geschwister.


Ich heisse Mimi. Ich habe grüne Augen. Mein Fell ist lang, es ist grau, am Bauch ist es weiss, das linke Ohr ist an der Spitze auch weiss. Der Bub in meiner Familie zieht mich ab und zu am Schwanz. Das Mädchen streichelt mich oft, das gefällt mir. Ich bin eine Schmusekatze, aber den anderen Katzen zeige ich schon, wer der Boss ist. Es gibt einen Kater, der ärgert mich immer.

 

 

2008/2009

Schulhaus Schwabgut Bern

7. / 8. Klasse Sek I Realschule

„Fluchtweg 3“ Kurzfilm


mit Marcel Leemann Choreografie

Samuel Radvila und

Hugo Ryser optickle www.optickle.com
Schnitt und Editing

 

2008/2009

Schulhaus Schwabgut Bern

7. / 8. Klasse Sek I Realschule

„Grosseltern“ eine Zeitaufnahme

Audio CD und Präsentation

 

 

Was die Schülerinnen und Schüler über ihre Grosseltern schreiben, berührt. Es wird deutlich, in welchem Spannungsverhältnis die Welt der Grosseltern zur Welt der Jugendlichen steht. Gleichzeitig ist spürbar, wie stark und innig die Bindung zu den Grosseltern oft ist, manchmal auch über riesige Distanzen hinweg. Die Mischung zwischen zum Teil für Schweizer fremdartigen, oder gar erschreckenden Erzählungen aus der Grosselternwelt der Jugendlichen und Erzählungen, die von liebevollen Blicken auf die Grosseltern zeugen, ist faszinierend.

Beim gemeinsamen Anhören des Hörspiels war die emotionale Anteilnahe an den eigenen Geschichten deutlich spürbar. Es ist gar nicht einfach, in der Klasse dazu zu stehen. Noch schwieriger war es, sich mit dem Produkt dem Schulhaus vorzustellen. Dass es so gut gelungen ist, hat den Schülerinnen und Schülern gut getan. In den Tagen danach strahlten sie Selbstbewusstsein und Zufriedenheit aus, was für sie nicht selbstverständlich ist. Auch für uns war die Präsentation der CD ein Erlebnis: in der verdunkelten Aula, bei Kerzenschein, auf Turnmatten, mit geschlossenen Augen. Es entstand eine Stimmung von Entspannung und wohlwollender Aufmerksamkeit. Dass die Aufführung bei den Eltern gut ankam, war schön. Einige Eltern waren den Tränen nahe. Die unerwartete Begegnung mit ihrer eigenen Geschichte hat sie überrascht und berührt. Wenn die Schülerinnen und Schüler über ihre familiären Geschichten ins Erzählen kommen, lernt man sie von einer anderen Seite kennen. Sie wirken ungewöhnlich lebhaft, leidenschaftlich und einfühlsam. Es ist, als würden sie mit der für Jugendliche mit Migrationshintergrund typischen Trennung von Schul- und Familienleben dazu neigen, einen wichtigen Teil ihrer Persönlichkeit im schweizerischen Umfeld zu verdrängen. Eine unserer Aufgaben in unseren Projekten besteht darin, den Schülerinnen und Schülern Raum zu geben, den Stolz auf ihre individuelle Geschichte und Leistung, die Liebe und Achtung für Menschen, die für sie wichtig sind, darzustellen um ihnen damit Anerkennung für ihr Dasein zu zollen.
Dieses Projekt stellt für die Jugendlichen, mit oder ohne Migrationshintergrund, den Reichtum eines Bereichs ihrer persönlichen Geschichte in den Mittelpunkt. Die Vielfalt der Sprachen, die Vielfalt der verschiedenen Familienhintergründe. Gewisse Jugendliche schämen sich ihres Hintergrunds, sie trennen hermetisch Familien- und Schulwelt voneinander ab. Das Projekt soll die Jugendlichen ermutigen, jegliche Familiengeschichten grundsätzlich als Ressource zu begreifen.

 

mit Michael Röhrenbach

Lukas Walther Audio

CD Cover Nicolas Mentha

2008/2009

Schulhaus Bethlehemacker Bern

5. Klasse Primarschule

„Kinder schreiben vor Bildern, Kinder lesen vor Bildern im Kunstmuseum Bern“


mit Michaela Wendt www.michaelawendt.ch

2008/09

Kantonsschule Alpenquai Luzern In Zusammenarbeit mit dem Luzerner Theater Theaterkurs

„Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind – eine szenische Collage“

 

 

mit Andreas Herrmann 

http://www.luzernertheater.ch

Choreografie Darie Cardyn

 

 

Ein Abend über Träume – auch als Antwort auf die leistungsorientierte Welt der Schule.

Die Nacht: der Schlaf und die Erinnerung an Träume, das Einschlafen, begleitet von Ritualen und Gewohnheiten, Einschlaffantasien.

Der Tag: Träumereien nachhängen.

All dies zeugt von der Kraft einer anderen Wirklichkeit. Empfindungen und Gefühle, Ängste und Sehnsüchte, thematisiert und auf der Bühne gestaltet, lassen sichtbar werden, was im Verborgenen wirkt.

 

In Schreibwerkstätten, im Kurs selber und in drei weiteren Klassen des Gymnasiums wurden Texte zum Thema gesammelt.
Eine weitere Schulklasse (Lehrer Romuald Etter und Markus Portmann) hat fast ausschliesslich weisse, kleine und grosse Skulpturen zum Traumhaften für den Einsatz auf der Bühne gebaut.  

Fotos Ingo Höhn

2008/09

Jugendchor Musikschule Köniz

mit Thomas Mattmüller Chorleiter 

2007/08

2008/09

Stiftung Contactnetz Berner Gruppe für Jugend- und Eltern- und Suchtarbeit und Abteilung für Kulturelles der Stadt Bern

 

LIFE GAMES - Wo hört das Spiel auf? Wo fängt das Leben an?

 

Das Tanz-Theater verlinkt junge Menschen in ihren virtuellen und anderen Wirklichkeiten
Wo hört das Spiel auf? Wo fängt das Leben an? Was heisst es, in einer von Wohlstand geprägten

Gesellschaft aufzuwachsen? Was bedeutet Sucht, Risiko und Konsum für junge Menschen? Was macht

Spass? Was macht Angst? Was gibt Sicherheit? Was für Erwartungen und Hoffnungen erwachsen

daraus? Life Games gibt keine endgültigen Antworten, sondern fängt ein aktuelles Stimmungsbild aus

dem Leben von Menschen ein, die heute jung sind.

 

Für die Aktionstage 2008/2009 lancierte Contact Netz zusammen mit Christoph Reichenau, damals Kultursekretär der Stadt Bern, die Idee für ein Jugendtheaterprojekt in Zusammenarbeit mit Berner Kulturschaffenden. Für die operative und künstlerische Leitung konnte Contact Netz die Junge Bühne Bern und spielart – werkstatt für sprache und bewegung gewinnen, die das Tanz- Theater- Spektakel „Life Games“ konzipierten und künstlerisch umsetzen. Aus der ursprünglichen Konzeptidee „le bus de bonne ésperance“ entstand das Tanz-Theater-Spektakel „Life Games“. Das Stück wurde nach einem einjährigen Entwicklungsprozess im Mai 2009 in der Grossen Halle der Reitschule Bern zur Aufführung gebracht und in weiteren drei Städten des Kantons Bern gezeigt. Kooperationspartner von Contact Netz waren das Blaue Kreuz Bern und VOJA (vernetzte offene kinder- und jugendarbeit kanton bern). Als lokale Kooperationspartner stellten sich Mitarbeitende von Sozial- oder Kulturämtern der Städte Biel, Thun und Burgdorf zur Verfügung.
 

 

Foto Philipp Zinniker

 

 

Das Tanz-Theater-Spektakel „Life Games“ beteiligte 150 Jugendliche unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichem sozialen und kulturellen Hintergrund aus dem Kanton Bern.

Auf der Bühne standen: Klasse 9 b, Schulhaus Schwabgut Bern; Klasse 7a OS Pestalozzi, Burgdorf; Tänzerinnen ArtéDanse und Tänzer/innen X-Project aus Biel; Jugendliche und junge Erwachsene aus dem ganzen Kanton Bern; Spieler/innen von Junge Bühne Bern, vocals & band: Musikschule Köniz.
In Schreibwerkstätten schrieben an den Bühnentexten: Klasse 8d/9d, Schulhaus Schwabgut Bern und eine Klasse aus der Schlossbergschule, 10. Schuljahr, in Spiez, eine Klasse, Motivationssemester, vom HeksKick in Burgdorf, die Theatergruppe des Gymnasiums in Langenthal, Jugendliche der Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuhaus (UPD) sowie weitere Jugendliche aus dem Kanton Bern.

An der Produktion des Tanz-Theater-Spektakels „Life Games“ waren beteiligt: Contact Netz Junge Bühne Bern, spielart – werkstatt für sprache und bewegung, die Choreograf/innen Darie Cardyn und Marcel Leemann, Musikschule Köniz und zahlreiche freischaffende Künstler und Künstlerinnen.

 

 

Gesamtleitung Contact Netz Jakob Huber

 

Produktionsteam

Künstlerische und organisatorische  Leitung  Aneke Wehberg-Herrmann / Christoph Hebing Eva Kirchberg  www.jungebuehne.ch / Regula Mentha 

Choreographie  Darie Cardyn   / Marcel Leemann  www.marcelleemann.ch  

Dramaturgie  Bettina Wegenast www.bettina-wegenast.net

 

Komposition und musikalische Leitung  Simon Ho www.simonho.ch

Leitung funTasten  Franziska Rieder

Bandleader Lukas Hasler / Peter Fischer

Einstudierung vocals  Thomas Mattmüller

Koordination und Beratung Musik  Lorenz Hasler www.salonisti.ch

Bühnenbild  Beni Küng / Max Wehberg www.buerowehberg.de

Kostüme  Regula Hug

 

Support  Christine Hurni

Assistenz  Milena Keller

 

Lichttechnik  Digilight

Tontechnik  Philippe Stalder

 

Video Dokumentation  Filippo Lubiato

Video Dokumentation Schreibwerkstätten  Giorgio Andreoli / Richard Werder

 

Koordination Medien  Markus Rub

Fotograf  Philipp Zinniker

Gestaltung Drucksachen  Raphael Sollberger

 

Koordination Contact Netz

Öffentlichkeitsarbeit  Anne-Catherine Prodhom

Regionale Begleitgruppen  Christine Meier / Kurt Berger / Fritz Brönnimann / Roberto Carnibella

Regionale Fachbegleitung  Anna Bernet / Margrith Cavin / Myriam Weber / Luigi Bertoli

 

Februar 2007 – August 2007: Ideensammlung und Projektentwicklung: Spielart und Junge Bühne Bern entwickeln das Konzept für das Jugendtheaterprojekt.
August 2007 – August 2008: Finanzierungsabklärungen: Contact Netz reicht das Projekt bei möglichen Geldgebern ein.
Mai 2008: Projektstart mit Schreibwerkstätten: In Schreibwerkstätten sammeln Jugendliche Textmaterial für die Bühne. Die Schreibwerkstätten werden in den Klassen wenn möglich filmisch dokumentiert.
November 2008: Castings: Infoabende und Castings zum Tanz-Theater-Spektakel „Life Games“ werden im November 2008 ausgeschrieben und veranstaltet. 80 interessierte Jugendliche können für „Life Games“ gewonnen werden.
Januar 2009 – April 2009: Regelmässige Probetage: Die Jugendlichen proben wöchentlich in Bern und Biel oder in den jeweiligen Schulklassen in Bern und Burgdorf ihren Aufführungsteil, ein Bild aus insgesamt 6 Bildern. Die Autorin Bettina Wegenast entwickelt mit einer Gruppe Jugendlicher die verbindende Rahmengeschichte.
Januar 2009 – Mai 2009: Bühnenbild/Kostüme: Beni Küng und Max Wehberg planen das Bühnenbild für „Life Games“, welches anschliessend in der Reithalle Bern von Beni Küng, Christoph Hebing und Marcel Leemann und Technikern aufgebaut wird. Kostüme werden von Regula Hug zusammengestellt.
Januar 2009 – Mai 2009: Musik: Simon Ho komponiert in enger Absprache mit den Choreographen und der künstlerischen Leitung, sowie mit dem Musikschulleiter Lorenz Hasler, der Leiterin des Klavierensembles funtasten Franziska Rieder, dem Chorleiter der Singschule Thomas Mattmüller, die Musik für das Stück. Lorenz Hasler ergänzt das Team der funtasten mit den Musikern Peter Fischer und Lukas Hasler. Sängerinnen und Band studieren die Stücke ein.
April 2009 – Mai 2009: Intensivproben: In drei Intensivprobenphasen wird unter Leitung von spielart und Junge Bühne Bern das Stück aus den Einzelbildern und den Spielsequenzen der Rahmengeschichte zusammengefügt, Anfangs- und Schlusschoreographien werden geprobt, das Zusammenspiel von Band und Spiel auf der Bühne wird erarbeitet, dazu kommt die Klärung technischer Abläufe. 
Mai 2009 – Juni 2009: Stückeinführungen: 15 Schulklassen aus dem ganzen Kanton werden von spielart und Junge Bühne Bern in „Life Games“ eingeführt und besuchen anschliessend gut vorbereitet die Schulvorstellungen.
Mai 2009 – Juni 2009: Spieltage: An 6 Spieltagen und 12 Vorstellungen für Schüler/innen und Abendpublikum zeigen die Jugendlichen „Life Games“ in Bern, Thun, Biel und Burgdorf. Bern 27.05.09 - 29.05.09  Thun 05.06.09  Biel 09.06.09  Burgdorf 16.06.09 Insgesamt haben rund 2500 Zuschauer/innen, darunter 53 Schulklassen „Life Games“ gesehen.
Mai 2008 - Juni 2009: Für die Projektkoordination, Administration und Kommunikation hinter den Kulissen von „Life Games“ sind die Junge Bühne Bern mit Eva Kirchberg und Christine Hurni, Regula Mentha von spielart und Anne – Catherine Prod`hom Mitarbeiterin des Contact Netz zuständig..

 

2008/09

Luzerner Theater " Enter"

für 19 KlassenSek I und Sek II

für 5 Klassen Schreibwerkstätten

„Leonce und Lena“ Georg Büchner

 

 

In einer Doppellektion wollen wir den Jugendlichen an Beispielen zeigen, wie sich Schauspielerinnen und Schauspieler, ein Regisseur oder ein Bühnenbildner mit dem Geschehen im Stück beschäftigen. Ausserdem sollen spielerische Übungen einen sinnlichen und emotionalen Zugang zum Stoff vermitteln.

Dabei erarbeiten sich die Jugendlichen gemeinsam mit ihrer Lehrperson und Theaterprofis eigene kreative Zugänge zum Stoff, etwa in einer Schreibwerkstatt, einer Bühnenbildwerkstatt, einer Szenenwerkstatt, usw. Die Resultate dieser persönlichen Auseinandersetzungen sollen auf verschiedene Weise im Umfeld der Vorstellungen im Luzerner Theater sichtbar werden.

Über eigenes Erleben die Schüler an den Stoff heranführen. Über „Leonce und Lena reden“ und sich selber meinen. Die Schüler zu Spezialisten des Stückes machen. Die Jugendlichen sollen sich in die Diskussion einmischen.

Die von den Schülern zu bearbeitenden Fragestellungen sollen sowohl für das Stück relevant sein als auch die Erfahrungs- und Erlebniswelt der Jugendlichen treffen - Wünsche und Sehnsüchte anstatt Abgrenzung.

Die Inszenierung soll die Mitwirkung von Schülern nach Möglichkeit künstlerisch integrieren (bezogen auf spezifisch jugendliche Fragestellungen im Zusammenhang mit den Themen des Stückes).

Das Projekt setzt sich zum Ziel, eine hohe Qualität der Vermittlungsarbeit zu schaffen. In der Meinung, dass diese Qualität eine Nachfrage erzielen kann („Bei so was möchte ich auch mitmachen!“)

Das Projekt ist mehr als Vermittlungsarbeit wie sie meist angeboten wird (Vorbereitung auf eine Aufführung oder deren Nachbereitung). Theater und Schule treten zu einem Zeitpunkt wo die Aufführung noch nicht „steht“ in einen Dialog. Erwünscht ist gegenseitige Beeinflussung. Damit entspricht das Projekt der Anforderung einer modernen Theaterpädagogik, der noch viel zu selten entsprochen wird.

In diesem Sinne ist das Angebot exklusiv und als exemplarisch zu betrachten.

Allgemeine Stückeinführung (in der Schule) mit dem Ziel, die Schüler „warm zu machen“, sie zu Spezialisten des Stücks zu machen. Diese Einführung umfasst 2 Lektionen und wird durch „spielart“ durchgeführt. Wahlweise werden sie von Schauspielern, dem Regisseur und Dramaturgen begleitet.

Der Vermittlungsarbeit von Theaterstoffen an Schulen wird am Luzerner Theater unter der Intendanz von Dominique Mentha wachsende Bedeutung zugemessen. Ziel ist es, den bildungspolitischen Auftrag des Luzerner Theaters ernst zu nehmen, die Wahrnehmung von Jugendlichen für das Theater- und Kunstschaffen zu sensibilisieren, Anschauungsunterricht zu Literatur und zeitgenössischen Themen zu bieten sowie das Kulturverständnis von Kindern und Jugendlichen bereits während der Schulzeit zu fördern. Das Luzerner Theater will Theaterbesuche für junge Menschen attraktiv gestalten, das Bühnengeschehen sinnlich erfahrbar machen, die Theaterarbeit transparent gestalten und so immer mehr Jugendlichen die faszinierende Welt des Theaters nahe bringen.
Unter dem Titel ENTER wurde ein neues Programm entwickelt, bei dem Schulklassen ein lebendiger, direkter und persönlicher Zugang zum Theater ermöglicht werden soll. In Zusammenarbeit mit ihren Lehrpersonen sollen die SchülerInnen über ihre eigene Kreativität an die Stückthemen herangeführt und so zu SpezialistInnen unserer Theater-aufführungen gemacht werden. 

 

 

Fotos Ingo Höhn 

Regie Andreas Herrmann

Bühnenbild Max Wehberg http://www.buero-wehberg.de

2008/2009

Musikschule Köniz

Kurs für Sprache und Präsentation

 

 

 

Es geht darum, in einer entspannten und spielerischen Atmosphäre Sprechauftritte auszuprobieren. Das Bewusstsein für Vorgänge und Wirkungen in Situationen wo öffentlich gesprochen wird, wird geschärft. Auftritte können somit besser kontrolliert werden. Die innere Haltung zum Sprechen wird überprüft und eventuell neu formuliert. Eine genaue, klare und sinnliche Sprache zu pflegen steht für uns vor dem Antrainieren von rein technischen Fertigkeiten. Es werden Voraussetzungen dafür geschaffen, Sicherheit und Wohlgefühl beim Sprechen zu schaffen und zu bewahren. Lustvoll nähern wir uns dem Vorgang an, vor Menschen zu sprechen, zu überzeugen, animieren, begeistern, miteinander zu kommunizieren. Vorgesehen sind Grundübungen und exemplarische Übungen sowie die Reflektion über Erfahrungen damit. Die Wirkung nonverbaler Äusserungen wird deutlich. Betont wird das Dialogische, die Überzeugungskraft der Ansprache. Gearbeitet wird am Stimmsitz, an der Verankerung der Stimme im Körper, an der Strahlkraft der Stimme. Gesucht wird das, was beim Erzählen von scheinbar Banalem fesselt. Sensorische Übungen erzeugen Konzentration und Spannung. Partnerübungen machen das Atem- und Sprechmuster bewusst und verfeinern die Empfindung.

2008/2009

Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern Berufsvorbereitung BV

10. Schuljahr Vor- und Nachbereitung Schnupperwoche

3 Klassen je 2 Doppellektionen

2008/2009

Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern, Berufsvorbereitung BV

Kurs Trainings - Modul zur Kompetenzschulung „Erscheinungsbild und Auftreten im professionellen Rahmen“

2 Gruppen je 5 Doppellektionen

 

Professionelle Kontakte - „Wie wirke Ich?“

Beobachten – Experimentieren – Verändern – Überzeugen

Die Jugendlichen, die für dieses Modul ausgewählt werden, zeigen Verhaltensdefizite, die sich für die Lehrstellensuche und andere wichtige öffentliche Auftritte negativ auswirken. Jugendliche an der Schnittstelle zwischen Kind- und Erwachsensein sollten lernen anzuerkennen, dass sie zur Selbstverantwortung für ihr Tun und Lassen in die Verpflichtung genommen werden.

 

In unserem Training arbeiten wir an Grundhaltungen. Übungen erlauben den Jugendlichen an sich und an Anderen Haltungen zu beobachten. Die Jugendlichen erleben und erfahren Vorgänge und begreifen neue Zusammenhänge. Sie können sich neue Haltungen aneignen und trainieren.

Die Teilnehmenden erhalten Rückmeldungen über ihre persönliche Ausstrahlung. Sie sollen wissen, was sie gut können und was bei ihnen gut wirkt. Sie werden ermutigt ihr Erscheinungsbild anzunehmen, indem sie sich an dem freuen was anderen und ihnen gefällt. Sie erleben welche Möglichkeiten sie haben, mit Schwierigkeiten umzugehen. Wer Fehler zulässt kann lernen. Wer Herausforderungen vermeidet, nimmt sich aus dem Geschehen raus. Indem die Jugendlichen mit ihrer Wirkung konfrontiert werden wird klar, dass sie für ihr Auftreten verantwortlich sind und es in ihrer Entscheidung liegt, sich dieser Verantwortung bewusst, aktiv und kreativ zu stellen.

 

wahrnehmen:

nach aussen und nach innen:

genauer hinsehen, differenzierter wahrnehmen, besset hören, feiner empfinden

differenzieren:

Feinheiten und Unterschiede erkennen, in dem, was gesprochen wird und in dem was unausgesprochen mitschwingt

beschreiben:

Eine Sprache finden, in der man sich konkret, genau und empfindend ausdrücken kann.

experimentieren

Mut und Tatkraft, das Ungewohnte zu wagen, ungeahnte Qualitäten an sich entdecken.

überprüfen:

sich selber befragen was man an neuen Ideen brauchen kann oder brauchen will, ob das Neue stimmt und wie man sich dazu stellen möchte.

beobachten, erforschen:

gezielt sich selber oder das, was man beim Anderen bewirkt, anschauen. Andere mit offenen Augen sehen.

bewerten:

die spontanen und automatisiert ablaufenden inneren Bewertungen von Vorgängen bewusst machen und in Frage stellen, sich neue Bewertungskriterien aneignen oder Vorgänge in andere Bewertungszusammenhänge stellen.

entscheiden:

das Ziel ist ein in sich stimmiges Selbstbild, das zielgerichtete selbstverantwortete Aktivität ermöglicht.

verändern:

kontrolliert Veränderungen einführen, sich aneignen und beibehalten, sich fordern aber nicht überfordern.

anwenden:

Wirkung, Erfolg und Misserfolg wahrnehmen, beobachten und bewerten.

überzeugen: sich selber und Andere davon überzeugen was man kann, sich zutraut und zu bewältigen gewillt ist.

2008/09

Pädagogische Hochschule Bern Institut für Weiterbildung IWB

Kurs für Schulleitende „Fenster zur Führung“

 

Atelier mit Lilian Naef www.ecoutevoir.ch

Lorenz Hasler www.Salonisti.ch


 

Ansprache, Anspruch – hoffentlich ansprechend
Ich spreche an, ich stelle den Anspruch ... Auftritt und Sprache sollten ansprechend sein, wenn wir führen wollen. Und das Werkzeug, das wir dafür einsetzen können ist unser Körper – einerseits durch die akustische Präsenz unserer Stimme, andererseits durch die physische Präsenz unseres Körpers im Raum.

 

In der Gestaltung verschiedener Texte – von der freien poetischen Stimmungs- und Klangmalerei bis zum streng gefassten rhythmisierten Sprechchor – setzen wir uns mit der Erfahrung ‚Raum und Stimme’ auseinander. In entsprechenden Übungen und der Vorbereitung einer ‚Aufführung’ sind die Teilnehmenden gefordert, ihre Sicherheit im Umgang mit Raum und Stimme zu schärfen.

2008/09

Informationsgespräch zum Projekt Bildung und Kultur Bern

28.8.2008

 

2007/08

Schulhaus Schwabgut Bern

5. Klasse Primarschule

„Hallo du da“ Gedichte über Freundschaft
 

Hallo du da

Hallo du da
bleib mal stehen 

Hallo du da
lass mal sehen

Du da mit den Ringelsocken
Deine schwarzen Augen locken

Hallo du da
kleines Glück

Schau doch noch 
einmal zurück

 

 

 

 

 

"Spüren wie das Leben fliegt"        Foto Emma-Lou Herrmann

2007/2008

Schulhaus Schwabgut Bern

5. Klasse Primarschule

„Jahreszeiten“ Gedichtzyklus von Elisabet Borchers

 

 

November

 

Es kommt eine Zeit,
da lassen die Bäume
ihre Blätter fallen.
Die Häuser rücken enger zusammen.
Aus dem Schornstein kommt Rauch.

 

Es kommt eine Zeit,
da werden die Tage klein
und die Nächte groß,
und jeder Abend hat
einen schönen Namen.

 

Einer heißt Hänsel und Gretel
Einer heißt Schneewittchen
Einer heißt Rumpelstilzchen
Einer heißt Katherlieschen
Einer heißt Hans im Glück
Einer heißt Sterntaler

 

Auf der Fensterbank
im Dunkeln,
daß ihn keiner sieht,
sitzt ein kleiner Stern
und hört zu.

 

2007/2008

Schulhaus Schwabgut Bern

6. Klasse Primarschule

„Kinder schreiben vor Bildern, Kinder lesen vor Bildern im Kunstmuseum Bern“


mit Michaela Wendt www.michaelawendt.ch

 

 

Aus Texten, die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse zu Bildern geschrieben haben


Eine Farbe, die ich mag: blau und weiss
Es ist die Farbe, die am Ende eines dunkeln Tunnels leuchtet

Ich rede und schreie herum, aber niemand hört, was ich sage

Ich bin wütend, weil andere mit mir spielen und mich herumwerfen

Ich gehe, doch ich weiss nicht wohin

Ich frage die Sonne und den Wind, was ich machen soll

Ich gehe in den Himmel

Ich lasse mich vom Wind herum rennen

Ich gehe meinem Gefühl entlang und gehe in andere Länder

Den Schlüssel benutze ich, um die Tür zu öffnen

Ich bin auf dem Weg zum Engel

 

Ich schwimme im Meer

Mein liebstes weisses Kleid, das ich oft getragen habe, wurde plötzlich blau, als es aus der Waschmaschine kam.

Meine weisse Hose, die ich fast nie getragen habe, und als ich sie einmal tragen wollte, da fand ich die Hose in der ganzen Wohnung nicht.

Wenn ich eine weisse Hose kaufen will, finde ich keine, oder es gibt sie nicht in meiner Grösse. Warum passiert das immer mir?

Mein schöner weisser Tisch, an dem ich immer arbeite, auf den hat meine kleine Cousine mit Farbe gekritzelt, und da musste ich alles putzen und aufräumen.

Dieses Jahr habe ich den weissen, herrlichen, kalten Schnee sehr vermisst.

Jeder wird einmal alt, kriegt weisses Haar, aber du darfst dich nicht alt fühlen, du musst dich fühlen wie Schnee.

 

Zu Klee „Zwergenmärchen“

Misstrauisch werde ich gemustert

Ich bin unerwünscht

Abend ist es, Mond und Sterne tauchen das Dorf in ein unheimliches Licht

Misstrauisch werde ich gemustert

Es fängt an zu regnen, Sterne zu regnen, die auf mich niederprasseln und mich verschwinden lassen

Leider, sie akzeptieren mich nicht

Misstrauisch werde ich gemustert

Ich bin unerwünscht

 

Zu Kandinsky „Gelbe Spitze“

Ich gehe in den Wald

Ich sehe rote Augen, die mich angreifen

Die Sterne sind so hell

Ich gehe in den Wald

Der Mond verfolgt mich und wirft Pinguine und Karotten

Geister plagen mich und schlagen mich mit Büchern

Ich gehe in den Wald

Ich sehe rote Augen, die mich angreifen

 

Zu Jawlenski „Sinnende Frau“

Deine Hand ist ein Band für mich

Gekränkt bin ich und der Wind fröstelt mich nicht

Ich weiss nicht, was ich machen soll

Deine Hand ist ein Band für mich

Ich liebe dich, aber du mich nicht

Klopf, klopf, warum liebst du mich nicht?

Deine Hand ist ein Band für mich

Gekränkt bin ich und der Wind fröstelt mich nicht

 

Jawlenski „Sinnende Frau"

Schon zwei meiner Mittelstufenklassen (für die meisten Kinder ist Deutsch die Zweitsprache) durften am Projekt „Texte vor Bildern“ mitmachen. In kurzer Zeit wurde intensiv gearbeitet und die Schüler/innen auf vielfältige Art gefördert. Freudig, interessiert, aufmerksam und stolz machten sie mit. Sie wurden berührt und es war berührend zu sehen und zu hören, wie sie ihre Texte, die eine erstaunliche sprachliche Qualität aufwiesen, vortrugen und wie sie sich mit Gedichten und Bildern auseinander setzten. Immer wieder entstanden atmosphärisch dichte, poetische Augenblicke. Auch die Eltern und andere Erwachsene waren beeindruckt. Viele Leute fanden den Weg ins Kunstmuseum, die dort sonst kaum anzutreffen sind. Ich hoffe, dass viele weitere Kinder vom Angebot profitieren können.

Katharina Zbinden, Lehrerin Schule Schwabgut

 

Ein Kunstvermittlungsprojekt, das Kunstbetrachtung, Literatur und kreatives Schreiben miteinander verbindet und so einen ganz speziellen Zugang zu Kunst schafft

 

Kunstwerke brauchen Menschen, die sich mit dem Werk befassen. Kunstwerke, Kunstschaffende und Konsumenten von Kunst sind Pole einer Einheit, die nur als Ganzes vollständig ist. In Kunst geht es um Wahrnehmung und Kreation. Dabei sind nicht nur die bekannten fünf Sinne angesprochen, es geht auch um die Wahrnehmung von Empfindungen, z.B. von Emotionen, Gedankenspielen, Erinnerungen, Fantasien, Assoziationen. Das Wort „wahrnehmen“ selbst betont mit „nehmen“ den aktiven Aspekt von Wahrnehmung. Wahrnehmen als Fähigkeit kann armselig und dürftig sein, oder im Gegenteil reichhaltig und vielfältig. Mit „wahr“, das auch im Wort enthalten ist, wird Wahrnehmung mit „Wahrheit“ verknüpft. So wie jemand die Welt sieht, so stellt sie sich für diese Person dar. Wer mehr wahrnimmt, für den ist die Welt komplexer und damit stehen mehr Möglichkeiten mit komplexen Situationen differenziert umzugehen, zur Verfügung.


Was hier angesprochen ist, wird in der Pädagogik unter dem Begriff „Ästhetische Bildung“ zusammengefasst. Es geht hier um umfassendere Kompetenzen als jene, die unter dem Begriff „Kunsterziehung“ verstanden werden. In Kunstprojekten werden Grundkompetenzen gebildet, die über die Beschäftigung mit Kunst hinausgehen. 

 

Kunstprojekte unterscheiden sich von anderen Bildungsinhalten. Sie sind ganzheitlicher, sie sprechen Emotion, Intellekt und Kreation an. Kunstprojekte sind konkret und exemplarisch, sie erzeugen eine andere Art von Einsatz und Konsequenz, in der Herausforderung sind sie existenzieller als andere Bildungsfelder. Kunst kann man im Eigentlichsten nur erfahren indem man sie selber schafft. Zu einer umfassenden Bildung in der Schule gehören Kunstprojekte dazu.

 

Das Projekt, das hier vorgestellt wird macht Wahrnehmung zum Thema indem verschiedene Betrachtungsweisen nebeneinander gestellt werden, die damit per se die Reichhaltigkeit von Wahrnehmung demonstrieren und erzeugen. Wahrnehmung ohne Sprache bleibt reduziert auf oft diffuse Eindrücke. Will man sich mitteilen, sich ausdrücken über das was wahrgenommen wird, müssen Worte und Sätze dafür gefunden werden. Im Projekt wird intensiv über Sinneseindrücke, die nicht alltäglich oder banal sind, gesprochen und geschrieben. Das Projekt fördert damit auch Sprachkompetenz.

 

 

Kinder und Jugendliche gestalten eine Literarische Führung für Familie und Freunde im Kunstmuseum: Schülerinnen und Schüler wählen zu Bildern passende Gedichte aus. Sie schreiben selber Texte zu Bildern. Sie üben das Vorlesen vor Publikum.
Literarische Führungen, wie mit Michaela Wendt sie anbietet: seit Jahren bietet Michaela Wendt Literarische Führungen in Ausstellungen jeglicher Art an. Zu den einzelnen Bildern bzw. Objekten oder Installationen einer Kunstausstellung sucht sie Texte oder Gedichte aus, die nach ihrer Erfahrung und nach ihrem subjektiven Empfinden zu diesem Werk passen, die die Sicht darauf erweitern oder sogar neue Blickwinkel eröffnen. Während einer Führung leitet sie die Besucher durch die Ausstellung indem sie die Texte zu und vor den jeweiligen Werken vorliest.


Das besondere an dieser Art der Führung ist, dass die Zuschauer durch das zusätzliche Medium der dichterischen Sprache eingeladen werden, sich anders, assoziativer und intuitiver auf das künstlerische Werk und sein Geheimnis einzulassen - ein spezieller atmosphärischer Raum entsteht. Ohne den Weg des intellektuellen Verständnisses gehen zu müssen, gibt es neue Einsichten und Inspirationen. Gerade auch der Zugang zur Gegenwartskunst kann durch das Hören von literarischen Texten und durch das damit einhergehende längere Verweilen vor den Kunstwerken eröffnet und erleichtert werden.
Es entstand die Idee, gemeinsam mit den Kindern eine literarische Führung zu kreieren, die sie dann ihren Eltern und Lehrpersonen vorlesen würden. Auch dieses Projekt führten wir mit einer Schulklasse aus dem Schulhaus Schwabgut, Bern im Kunstmuseum Bern durch. Wir trafen uns ca. 5 Mal für zwei Stunden im Kunstmuseum. Wir initiierten eine spielerische Annäherung der Kinder an die Bilder über Tönen, Bewegen, Schreiben von Texten, um sie dann Texte aus der Literatur zu einzelnen Bildern auswählen zu lassen, übten mit ihnen das Vorlesen, um das Ganze mit einer Art Vorführung abzuschliessen. Auch hier gab es eine sehr gute Resonanz, seitens der Kinder und auch der Eltern.


Literarische Führung: Kinder schreiben Gedichte zu Bildern, Kinder suchen Gedichte zu Bildern: Bei einer späteren Durchführung des Projektes, wieder mit einer Klasse der Schule Schwabgut, haben wir noch mehr Zeit gegeben, um nach den Regeln des kreativen Schreibens zu den Bildern kleine Texte schreiben zu lassen und bei der abschliessenden Führung haben die Kinder sowohl eigene, als auch selbst ausgewählte Texte von SchriftstellerInnen zu den Bildern im Museum vorgelesen.
Dieses Vorlesen der Kinder war wieder ein Erlebnis der besonderen Art, da zum einen eher mit Kunst unerfahrene Kinder einen sehr direkten, unmittelbaren Zugang zu den Bildern der Sammlung zeigten, und zum anderen weil Eltern, die aus den verschiedensten Ländern stammen und wahrscheinlich eher eine Hemmschwelle zum Museum empfinden dadurch einen anderen Bezug zur Kunst erlebten, abgesehen davon, dass sie zum Teil auch ihre Kinder neu erlebten.
Die Literarische Führung „Kinder lesen Texte vor Bildern“ kam sehr gut an, sowohl bei den Kindern als auch bei den Lehrpersonen (da waren manche ebenfalls überrascht, was in den Kindern so "steckt").
Was sind mögliche Ziele oder Wirkungen dieser Art von Kunstvermittlung für Schulklassen?

unverkrampfte, spielerische Annäherung der Kinder an auch "grosse" Werke der Kunst

damit einhergehend das Verlieren der Hemmschwelle, sowohl der Kinder als auch ihrer Bezugspersonen

Förderung der Wahrnehmung, des assoziativen Denkens, des freien sprachlichen Ausdrucks, einer emotionalen und sinnlichen Sprache, der Bildsprache und von Sprachbildern und überhaupt der sprachlichen Ausdruckskraft,

Förderung eines spielerischen Zugangs zur Literatur, speziell zur Lyrik

eine intensive Kunsterfahrung wird ermöglicht, denn die Bilder werden anders beschrieben als über „schön“/ „nicht schön“ oder über die Technik, die dahinter steckt

die Kinder können durch die Augen eines/einer anderen sehen lernen

Förderung der Präsentationsfähigkeit, des Sich Hinstellens und Vorlesens

ein kleines Fest wird im Museum gefeiert, üblicherweise nicht unbedingt der Ort dafür

 

 

 

2007/2008

Schulhaus Schwabgut Bern

9. Klasse Sek I Sekundarschule

„CabaneB“ Präsentation zu einem Anlass von westwind in der cabaneB


 

 

 

Sprachförderung: Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Aspekt der Sprache, Wahrnehmung von Bedeutung, Aussage, Zwischentönen, Untertext, Sprachmelodie, Sprachrhythmus. Auftritt, Erscheinungsbild und Ausstrahlung werden zum Thema. Der gute Umgang mit Nervosität, Angst und Scham sind ein Ziel. Es geht darum zu erfahren, dass es erlaubt ist gesehen zu werden (auch wenn man Fehler macht), dass es gut tut, wenn man den Mut aufbringt expressiv zu sein, dass man selbstbewusster wird, wenn man klar und deutlich spricht.

Partizipation: Geplant ist ein Auftritt in einem öffentlichen Raum vor einem Publikum, das man nicht kennt, in einem Raum, der für Leute, die Kunst machen, bestimmt ist, der von der HKB mitbenutzt wird. Handelnd wird dieser Raum somit von „normalen“ Jugendlichen mit beansprucht. Die Klasse tritt gegen Ende ihrer Schulzeit aus dem geschützten Raum der Schule heraus: selbstbewusst, mutig, ernsthaft, mit viel Lebensfreude stellt sie sich der Herausforderung eines öffentlichen Anlasses in einem öffentlichen Raum.  

 

 

2006/07
2007/08

Schulhaus Schwabgut Bern

5./6. Klasse Primarschule

„Der gewissenlose Mörder Hasse Karlsson enthüllt die entsetzliche Wahrheit, wie die Frau über der Eisenbahnbrücke zu Tode gekommen ist“

nach einem Theaterstück von Henning Mankell, 1990

 

mit Darie Cardyn Choreografie 

 

Henning Mankell, 1948 in Schweden geboren, wurde weltweit vor allem durch seine Wallander Kriminalromane bekannt. Er schreibt jedoch auch Theaterstücke und Romane für Kinder und Erwachsene.
Die Geschichte vom 13jährigen Hasse Karlsson spielt im Winter 1948 in einem kleinen schwedischen Dorf. Sie wird von dem mittlerweile erwachsen gewordenen Hasse als wieder erwachte Erinnerung an einen schrecklichen Vorfall erzählt. Der gross gewordene Junge von damals denkt darüber nach, wie und warum überhaupt geschehen konnte, was in jenen Tagen geschah. Die Folgen der Ereignisse waren furchtbar.

Ist diese Geschichte nicht zu düster? Kann man Kindern in der sechsten Klasse diesen Stoff als Spielvorlage zumuten? 

Es gelingt Henning Mankell, in einfühlsamen und einprägenden Dialogen darzustellen, wie ein Junge der Faszination eines Freundes, der anders und stark ist, erliegt. Das Elternhaus rückt in die Ferne. Aus einer Aneinanderreihung von Mutproben, aus fortwährendem Kräftemessen zwischen Schwalbe und Hasse, entsteht die drastische Situation eines Mordes. Schwalbe, der Neue, der „Freund“, will im Leben, wie er sagt, ein Gewinner sein, er verachtet die Verlierer. Rache ist sein Lebensmotiv. Er will Angst und Schrecken verbreiten. An Schwalbe erkennt Hasse, dass seine Familie und die vertrauten Menschen aus seinem Dorf, im Weltbild von Schwalbe zu den Verlierern zählen. Schmerzhaft nimmt er die Schwächen seiner Mutter und seines Vaters wahr. Es treibt ihn weg von den moralischen Grundsätzen seiner Herkunft. Hasse weiss, was menschlich richtig ist und trotzdem lässt er Streiche zu, macht bei Taten mit, von denen er nie gedacht hätte, dass er sie jemals tun könnte.

Warum tut man Dinge, die man eigentlich nicht tun will? Wie weit darf man gehen, um einen Freund nicht zu verlieren? Kann man noch abspringen, wenn Dinge einen Verlauf nehmen, den man nicht will? Wird man mitschuldig, wenn man „nur“ zuschaut? Kann man Schuld abtragen, sühnen, oder wird man Schuld nie mehr los? Diese Fragen mit denen sich Hasse quält, stehen im Zentrum des Stücks. Sie bewegen auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a. Von Anfang an identifizierten sie sich voll und ganz mit den Figuren des Stücks und die Faszination hat sich ohne Probleme über eine lange Zeit erhalten.

 

 

2007/08

Schulhaus Bethlehemacker Bern

1. und 6. Klasse Primarschule

Projektwoche zum Thema „Respekt“

 

Präsentation am Schlussjahresfest des Schulhauses

mit Joshua Monten www.joshuamonten.com Choreografie 

 

www.gerhardtblaettler.ch

2007/2008

Schulhaus Bethlehemacker Bern

5./6. Klasse Primarschule

„Freundschaft, Feindschaft“

Tanz – Theater – Gedichte


mit Darie Cardyn Choreografie 

2007/2008

Musikschule Köniz Jugendchor und fun Tasten

Stadttheater Bern Vidmarhalle

„Hoffnung ist das Ding mit Federn“

Songs und Lyrics

 

mit Thomas Mattmüller Chorleiter

Franziska Rieder Leitung fun Tasten

 

2007/08

Luzerner Theater

Play Station

www.luzernertheater.ch

 

mit Marcel Leemann www.marcelleemann.ch

2007/08

Musikschule Hinterkappelen Bern

Kurs für Sprache und Präsentation

 

2007/08

Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern Berufsvorbereitung BV

10. Schuljahr Vor- und Nachbereitung Schnupperwoche

 

 

 

Präsentation und Kommunikation fordern den ganzen Menschen Es geht um körperliche Haltungen, wie auch um geistige Einstellungen. Diese bilden die Voraussetzung für den souveränen Auftritt: die Person wirkt natürlich und authentisch, sie vertritt ihre Anliegen und Positionen klar und eindeutig, ihre Sprache ist differenziert, lebendig und sinnlich.
In unserem Training arbeiten wir an den Grundhaltungen. Spezielle Übungen erlauben den Jugendlichen an sich und an anderen Haltungen zu beobachten. Die Jugendlichen erleben und erfahren Vorgänge und begreifen Zusammenhänge. Sie eignen sich Haltungen an und trainieren sie.
Die Jugendlichen erhalten Rückmeldungen über ihre persönliche Ausstrahlung. Sie sollen wissen, was sie gut können und was bei ihnen gut wirkt. Sie werden ermutigt, ihr Erscheinungsbild anzunehmen, indem sie sich freuen an dem, was anderen und ihnen gefällt. Sie erleben, welche Möglichkeiten sie haben mit Schwierigkeiten umzugehen. Wer Fehler zulässt, kann lernen. Wer die Herausforderungen vermeidet, nimmt sich aus dem Geschehen heraus. Indem die Jugendlichen mit ihrer Wirkung konfrontiert werden wird klar, dass sie für ihr Auftreten verantwortlich sind und es in ihrer Entscheidung liegt, sich dieser Verantwortung bewusst, aktiv und kreativ zu stellen.
Da die Selbsteinschätzung besser wird, kann das Selbstbewusstsein besser werden, was sich wiederum positiv auf das Selbstverständnis auswirkt, sich kompetent im öffentlichen Raum zu bewegen.
Ein Training von drei Doppellektionen kann nicht umfassend sein. Prozesse werden angestossen. Wir setzen bewusst Pausen zwischen den Terminen. Die Jugendlichen sollen verarbeiten, ausprobieren und anwenden.

Stellungnahme zur Kulturstrategie der Stadt Bern 21.5.2008

2007/2008

Pädagogische Hochschule Bern Institut für Weiterbildung IWB

Planungstag für Diplomlehrgang Kunst und Schule 

 

2006/07

Schulhaus Bethlehemacker Bern

5. Klasse Primarschule

„Eine perfekte Klasse!?“

Tanz – Theater – Gedichte
mit Carole Meier www.akardance.ch Choreografie 

 

2006/07

Schulhaus Schwabgut Bern

6. Klasse Primarschule

„Novemberkatzen“

nach einem Roman von Mirjam Pressler 
mit Darie Cardyn Choreografie

 

„Novemberkatzen taugen nichts“, sagt Ilses Mutter. „Niemand will sie.“ Genau so geht es auch der elfjährigen Ilse. Ilse ist die Kleinste und Schwächste. Die Nachbarskinder verhöhnen sie, von den Lehrern wird sie als dumm abgestempelt. Und doch schafft es Ilse den mühevollen Weg aus der Isolation, Schritt um Schritt.

2006/2007

Schulhaus Schwabgut Bern

6. Klasse Primarschule

„Es tut mir doch so leid“

Szenen, Lieder, Tanz
mit Darie Cardyn Choreografie

2005/06
2006/07

Schulhaus Schwab Gut

Zwei Balladen

"der Handschuh" von FriedrichSchiller

"Nis Randers" von 

Otto Ernst

 

8/9 Klasse Sek und eine Realschulklasse

 

mit Michael Röhrenbach Michael Spahr Samuel Radvila Optickle www.rhaps.com Kamera Schnitt und Editing

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Hauptpersonen aus der Ballade kommen bei uns aus dem Südosten und dem Süden Europas, oder von noch viel weiter her. Sie erzählen von waghalsigen jungen Männern, von verzweifelten Müttern und von einem unglaublichen Zufall.

Die Namen weisen darauf hin, dass die Jugendlichen ihre familiären Wurzeln vor allem in Serbien, Kosovo, Mazedonien, aber auch in Somalia, der Türkei, Sri Lanka, Vietnam, Philippinen, der Dominikanischen Republik, und in der Schweiz haben. Die meisten von ihnen sind zweisprachig aufgewachsen. Sie sprechen (mit einer Ausnahme) nicht englisch oder französisch, dann würden wir sie vermutlich um ihre Kompetenz beneiden, sondern eine Sprache, die hierzulande anscheinend weniger nützlich ist.

Die Jugendlichen vereinen in sich zwei oder mehr Welten. Sie fühlen sich dem Herkunftsland von Vater/Mutter tief verbunden. Sie sind aber auch in Bern verwurzelt. Sie sind integriert. Allerdings, welchen Platz, welche Rolle sie einnehmen, einnehmen dürfen, zugewiesen bekommen, das entscheidet sich im alltäglichen Dialog.

Und diese Jugendlichen beschäftigen sich mit Balladen? Ist das sinnvoll? Soll man ihnen etwa die Sprache, da wo sie am „dichtesten“ ist, wo sie mit Sprachbildern ausdrückt, was mit Worten fast nicht zu erzählen ist, vorenthalten?

Berndeutsch und Deutsch ist Schulsprache der Jugendlichen. Die Sprache, in der man sich mit Freunden verständigt, also Heimatsprache. Ob Deutsch als ihre erst oder zweite Heimatsprache bezeichnet wird, das ist eine knifflige Frage, auf die man interessante Antworten erhält.

Und wenn die Jugendlichen mit Stolz die Gedichte in die Kamera sprechen, ihre schönen und empfindsamen Gesichter zeigen, dann ist klar, wie bereichernd es ist, die Balladen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu hören und zu sehen.

Unsere Theaterprojekte bieten Jugendlichen eine Möglichkeit, Themen aufzugreifen und Lebensentwürfe spielerisch zu befragen. Jugendliche reden im Allgemeinen nicht gerne über ihre Probleme. Im Spiel kann Anderes gelebt werden und so zu einem Teil des Eigenen werden. Dass am Schluss etwas auf die Bühne kommt, was Agierende und Zuschauende anspricht, was berührt, und auch Spass macht, ist das Ziel des ganzen Tuns. Nichts desto trotz ist der Weg, der dahin führt oft wichtiger und bedeutender.

2006/07

Stadttheater Bern

Stückbegleitung für 25 Schulklassen

und

Workshop für Lehrerinnen und Lehrer

 

 

„Buddenbrooks“

Berufsmaturitätsschule:

Gymnasium Köniz-Lerbermatt: 2 Klassen Prima

Gymnasium Neufeld: 1 KlasseTertia

Gymnasium Neufeld: jeweils 8 – 12 Uhr, Blockwoche Theater, 6 Lektionen wurden privat verrechnet, gemeinsam mit Michaela Wendt

Gymnasium Muristalden: 1 Klasse Tertia

Gymnasium Hofwil: 2 Klassen Tertia

Berufsmaturitätsschule: 1 Klasse

Berufsschule für Verwaltung: 1 Klasse

Wirtschaftsmittelschule: 1 Klasse Sek II Berufsmatur

Berufsvorbereitungsschule Burgdorf: 10.Schuljahr

„Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“

Schule Riggisberg: 9. Klasse

Berufsschule GIBB: 1 Klasse

Gymnasium Neufeld: 1 Klasse Quarta

„Steppenwolf“

Gymnasium Kirchenfeld: 2 Klassen Tertia und Prima

Gymnasium Hofwil: 3 Klassen Tertia

Gymnasium Muristalden: 1 Klasse Tertia

Berufsmaturitätsschule KV Langenthal: 2 Klassen

Wirtschaftsmittelschule: 2 Klassen

2006/07

Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich

Aus- und Weiterbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer

 

„Sprich, damit ich dich sehe“

Reden und Auftreten im Gottesdienst

 

Wochenkurs mit Michaela Wendt www.michaelawendt.ch

 

Foto Emma Lou Herrmann

 

2006/07

Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern Berufsvorbereitung BV

10. Schuljahr Intervention in einer schwierigen Klasse

 

2005/06

Schulhaus Schwabgut Bern

zwei Klassen Primarschule 5. Schuljahr

„Katzen und andere Tiere“

Szenische Lesung Aufführung am Westwindfest 

 


Katzen sind verschieden, sie sind mutig, jung, faul, wild, zärtlich und schön und sie erzählen von sich.

 


mit Michaela Wendt www.michaelawendt.ch

2005/06

Schulhaus Schwabgut Bern

7. Klasse Sek I Realschulklasse

„Schachbrett 1“


Das Schachbrett zeichnet Linien auf den Boden, und begrenzt Felder; es schafft eine Ordnung von Knotenpunkten, Mittelpunkt, Eckpunkten, Diagonalen, Aussen und Innen. Die Tänzerinnen und Tänzer bewegen sich nach immer neu bestimmten Regeln. Es entsteht eine rhythmisierte Bildfolge. Ordnung löst sich auf in scheinbares Chaos und baut sich zum nächsten Bewegungsbild wieder auf.
mit Marcel Leemann www.marcelleemann.ch 

Foto Contact Projekt

2005/06

Schulhaus Schwabgut Bern

7./8. Klasse Sek I Sekundarschulklasse

„Nacht – ein Hörstück“

Aufführung am Westwindfest 


„Gute Nacht“. Als junger Mensch wirst du manchmal ins Bett geschickt. Jede und jeder haben eigene Gewohnheiten beim Schlafen gehen. Einzelne beten. Früher nächtigten Kuscheltiere mit im Bett. Nachts hört man Geräusche. Eine kalte Winternacht klingt anders und fühlt sich anders an als eine heisse Sommernacht oder eine Gewitternacht. Beim Einschlafen denkt man sich Geschichten aus. Im Dunkeln tauchen Wünsche auf, Sehnsucht, Wehmut, Angst und Befürchtung dürfen sein. Die Nacht schickt Träume. Manchmal wacht man an einem fremden Ort auf. Dämmert der Morgen, so wird man geweckt, und ein neuer Tag beginnt.


mit Michael Röhrenbach

Lukas Walther Audio www.ttmc.ch
Michael Spahr Visuals www.optickle.com

 

2005/06

Schulhaus Schwabgut Bern

8. Klasse Sek I Realschule

„Die Geisterschule“

Kurzfilm Aufführung am Westwindfest 
mit Michael Spahr www.optickle.com 

 

2005/06

Schulhaus Rothus Ostermundigen

drei Klassen Sek I Sekundar- und Realschulklassen

„Szenen, Texte und Lieder zum Thema Liebe“
 

mit Michael Röhrenbach

2005/2006

Jugendtheaterclub Bern – West

„Block A Dream“ Ein HipHop-Musical des Jugendtheaterclub Bern West

mit Christoph Hebing Regie http://www.junge-buehne-bern.ch/jbb/

Edi Modespacher Musik www.moemusic.ch

Andrea von Gunten Tanz http://www.bounceurban.ch/tanzschule/team/andrea

Regula Mentha Finanzierungsgesuche

2005/06

Migros Aare

Sozialwoche zum Thema: „Fremd sein oder einfach anders“

tanzen, Theater spielen und filmen


 

mit Marcel Leemann Choreografie www.marcelleemann.ch

Michael Spahr www.optickle.com

 

30 Jugendliche befassen sich eine Woche lang mit diesem Thema. Die Künstlerinnen und Künstler ermöglichen eine ganzheitliche Auseinandersetzung: emotional, sinnlich, gedanklich, symbolisch. Die Jugendlichen erforschen das Thema: sie bewegen sich im Raum (Tanztheater), interpretieren Lyrik, schreiben Gedichten und andere Texte und erzählen: Erinnerungen, Erfahrungen und Imaginationen.

sich fremd fühlen – vertraut sein

dazu gehören – ausgeschlossen sein

weg gehen – da bleiben

sich anpassen – anders leben

Bewegt euch im Raum, erarbeitet Bewegungsabläufe, die von Geschichten, von Gedanken oder Gefühlen erzählen.

Redet, diskutiert, erzählt, fragt, schreibt Texte, sucht Texte, lest vor und spielt kurze Szenen. Die Kamera läuft mit.

Ihr bearbeitet das Videomaterial.

Zum Abschluss zeigt ihr eure Werkschau.

Und zur Erinnerung gibt es für alle eine DVD.

2005/06

Stadttheater Bern und Schule Schwabgut Bern

9. Klasse Sek I Realschulklasse

„Practise Paradise“

Choreografie von Stijn Celis zu „Les Sylphides“ von F. Chopin

 

tryout

am Westwindfest 20.5.06

am 7.6.06 im Stadttheater Bern im Originalbühnenbild und in Originalkostümen gemeinsam mit Tänzern und Tänzerinnen vom Bern Ballett

 

mit Darie Cardyn Choreografie

Stijn Celis www.bodytraffic.com

Tänzerinnen und Tänzer Bern Ballett

Gabi Frei Theaterpädagogik Stadttheater Bern

Foto Paula Herrmann

2005/06

Stadtheater Bern

Stückbegleitung für 21 Schulklassen und 1 Kindergruppe

 

Workshop für Lehreinnen und Lehrer

 

 

Viaggio a Reims“

Gymnasium Köniz-Lerbermatt: 1 Klasse Sekunda

„Tintenherz“

Primarschule Mühleberg: 1./.2. Klasse, 3./4. Klasse

„Wie es euch gefällt“, Shakespeare

Gymnasium Neufeld: 1 Klasse Prima

Gymnasium Muristalden: 1 Klasse Tertia

Berufsmaturitätsschule: 2 Klassen

Untergymnasium Muristalden: 7./8. Schuljahr

Gymnasium Köniz-Lerbermatt: 2 Klassen Tertia und Sekunda

Athena-Projekt BE Oberland: 8. Schuljahr

„Kabale und Liebe“

Gymnasium Köniz-Lerbermatt: 4 Klassen Tertia

Gymnasium Neufeld: 2 Klassen Tertia und Sekunda

Oberstufe Uettligen: 1 Klasse Spez Sek 8. Schuljahr

Schule für Sehbehinderte und Blinde: Oberstufe

Oberstufe Ostermundigen: 1 Klasse 9. Schuljahr

Gymnasium Muristalden: 1 KlasseTertia

2005/06

Westwind – ein kulturpädagogisches Projekt für Bern – West

in Zusammenarbeit mit dem Kultursekretariat Bern (Christoph Reichenau) und diversen Kulturanbietern und Quartierorganisationen in Bern – West

Projektentwicklung und Westwindfest 


mit Michael Röhrenbach

Marcel Leemann www.marcelleemann.ch
 

Berns Westen ist nicht die Banlieue von Paris. Der Westen lebt, bietet ein vielfältiges und durch verschiedene Kulturen geprägtes urbanes Umfeld und hat gleichzeitig viele Elemente seiner einst dörflichen Struktur erhalten können. Trotzdem treffen in diesem Stadtteil verschiedene soziale Risikofaktoren aufeinander, die Aufmerksamkeit erfordern. Die Strategie, bestimmte präventive Aktivitäten auf den Kinder- und Jugendbereich zu fokussieren liegt nahe, will man nicht in wenigen Jahren vor kaum mehr zu bewältigenden Integrationsproblemen einer ‚lost generation’ stehen.
Kunstpädagogik als integratives Vehikel bietet sehr unkomplizierte und niederschwellige Kontaktmöglichkeiten zu Kindern und ihren Familien und eignet sich zur Förderung von Kreativität und Selbstvertrauen jenseits von sprachlichen, sozialen und kulturellen Barrieren.
Gezielter Ausbau vorhandener Ansätze: Durch gemeinsame Denk- und Vernetzungsarbeit mit interessierten Organisationen, Verwaltung und Privaten können vorhandene öffentliche und private Angebote ergänzt und zu einem 'Kunstraum' ausgebaut werden, der dem ganzen Westen zur Verfügung steht, Brücken baut und Jugendliche ein Stück auf ihrem Weg begleitet und fördert.
 

2005/06

Mettler Toledo

Training an zwei Halbtagen

METTLER TOLEDO ist ein globaler Anbieter von Präzisionsinstrumenten und Services für das Wägen, Messen und Analysieren.

 

 

Präsentation und Kommunikation sind Schlüsselkompetenzen in diversen beruflichen Situationen. Hat jemand ein Selbstbild entwickelt, welches es möglich macht, vorhandene Kompetenzen wahrzunehmen und auszubauen? Kann sie diese in beruflichen Herausforderungen nutzbringend einsetzen? Gelingt es, sich als Persönlichkeit in reicher Ausprägung darzustellen und mitzuteilen?

Die innere Einstellung verschafft jemandem die Leichtigkeit, Ausdrucksmittel bewusst und geplant einzusetzen. Kreativität und Souveränität in Sprache und Ausdruck laufen spontan ab, die Voraussetzungen dafür können gezielt erzeugt werden.
Unserer Arbeit zu Grunde liegt das Modell des „Ressourcen fokussierenden Ansatzes“ nach St. de Shazer und I. K. Berg. Dieses beruht auf einem Menschenbild, welches Autonomie und Kompetenz betont. Es stellt Instrumente zur Verfügung, um Motivation und Kooperation zu fördern. Wir begegnen Menschen so, dass sie sich in ihren eigenen Angelegenheiten als Experten betrachten können. Dementsprechend gestalten sie ihre eigenen Ziele. Sie befähigen sich, Lösungsschritte selber zu entwickeln und umzusetzen.
Die Trainingsarbeit orientiert sich an Fähigkeiten und Stärken. Die einzelne Person macht sich individueller Möglichkeiten bewusst, schöpft sie effektiver aus, erweitert sie und entdeckt neue Qualitäten. Das eher mechanische Antrainieren von Techniken wird vermieden. Gesucht ist der sinnlich-konkrete Sprachgebrauch, klar, bestimmt und eindeutig. Angestrebt wird ein Sprachgestus, welcher neugierige und wertschätzende Zuwendung signalisiert und die Integrität einer Persönlichkeit bewahrt.

2004/05

Schulhaus Schwabgut Bern

9. Klasse Sek I Realschulklasse

„Cool und dazwischen“

Tanztheater

Teilnahme am Theaterfrühling 2005 (14. Kantonale Schultheatertage in der Dampfzentrale Bern)

 

mit Marcel Leemann www.marcelleemann.ch  Stephan Wanzenried Aufnahmen Videoclips

Lukas Walther Ton www.ttmc.ch Audiobearbeitung

 

Eine Klasse am Ende der Schulzeit. Sechs Frauen und elf Männer, oder sechs Schülerinnen und elf Schüler, springen ab in ihre Zukunft. Wie sieht die aus? Wenn man sich beweisen darf ist das Leben schön. Und wenn das nicht geht? Wünsche zurück stellen, Ansprüche anpassen, Träume verschieben? Stimmungen, Launen? Und die Liebe?

Weibliche und männliche Energie – immer da und dazwischen – rüde und zart, prahlen und verstecken, Begierde und Sehnsucht. Gar nicht einfach all das zu leben.

2004/05

Sekundarschule Münchenbuchsee

Lesung von selbst geschriebenen Gedichten und Kurztexten

 

 

2004/05

Schulhaus Schwabgut Bern

vier Klassen

Literarische Führung im Kunstmuseum zu einer Ausstellung mit Bildern von Félix Vallotton


mit Michaela Wendt www.michaelawendt.ch 

 

2004/05

Schulhaus Schwabgut Bern

6. Klasse Primarschule

„Kinder schreiben vor Bildern, Kinder lesen vor Bildern im Kunstmuseum Bern“ Sammlung

mit Michaela Wendt  www.michaelawendt.ch

 

 

 

 

 

Theaterprojekte sollen in den Klassen kreative Prozesse um Ausdruck von Körper-Bewegung, Sprache-Stimme, Wahrnehmung-Imagination initiieren. In unserer Arbeit steht ganzheitlich Sinnhaftes im Mittelpunkt. Die Gruppe individuell und als Ganzes durchlebt einen Prozess, sie gibt dem, was sie dabei entwickelt und entdeckt, Form. In der Aufführung wird ein Ergebnis gezeigt. Wer sich dieser Herausforderung stellt, gewinnt an Selbstbewusstsein und Selbstachtung. Der Jugendliche hat den Wunsch – und gleichzeitig hemmen ihn Ängste – sich auszudrücken, mitzuteilen und darin auch wahrgenommen zu werden. Dies gilt nicht nur im informativen Kontext, es geht um Gefühle, Träume, Ängste, Sehnsucht, Ansichten, Bilder, Erfahrungen und Geschichten.
Kreative Prozesse lassen gemeinsames Erleben wie auch individuelle Möglichkeiten zu. Es geht darum, sich gegenseitig zu ermöglichen und sich aneinander zu entzünden. Es sind Prozesse, die ganzheitlich kognitiv und körperlich-emotional wirken. Indem man sie lebt, werden sie zu prägenden Erfahrungen. Gefördert und gefordert sind Bewusst-Werdung für das Zusammen-Spiel von: Ich – Du – Wir, für mich – für dich – für uns.
 

2004/05

Theater Bern

Stückbegleitung für 23 Schulklassen und eine Kindergruppe

 

 

Informationsveranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer

Workshop für Lehrerinnen und Lehrer

„Tri sestri“

Workshop für Lehrerinnen und Lehrer

Tanzworkshop

für Lehrerinnen und Lehrer

„Onkel Wanja“ und „Gespenster“

Gymnasium Hofwil: 2 Klassen Tertia, musisches Gymnasium

Mitarbeit aus dem Theater: Stefano Wenk

Einführung in die Stücke durch Rainer Hofmann und Felicitas Zürcher

Führung durchs Theater

„Sturm“

international school, gemeinsam mit Rainer Hofmann

„Onkel Wanja“

Gymnasium Neufeld: 1 Klasse Sekunda, gemeinsam mit Rainer Hofmann

Probenbesuch

Gymnasium Lerbermatt: 1 Klasse Tertia, gemeinsam mit Rainer Hofmann

„Der Bus“

Oberstufe Aarberg: 5 Klassen 9. Schuljahr, Sekundar- und Realschule, gemeinsam mit Rainer Hofmann

Besprechung mit den Lehrern

Führung im Theater

„Entführung aus dem Serail“

Oberstufe Spiegel: 2 Klassen 7. Schuljahr Sekundar- und Realschule

Oberstufe Kleefeld: 1 Klasse 7. Schuljahr Realschule

Oberstufe Hünibach: 1 Klasse 9. Schuljahr Sekundarschule

Oberstufe Wankdorf: 2 Klassen Realschule 8. Schuljahr und Klasse für Fremdsprachige 7.-9. Schuljahr, 1 Klasse Sekundarschule 9. Schuljahr

Oberstufe Hochfeld: 1 Klasse Sekundarschule 7.Schuljahr, 1 Klasse Realschule 7. Schuljahr

Probenbesuch für diese 9 Klassen

Gymnasium Köniz und Lerbermatt: 2 Klassen Sexta, 1 Klasse Tertia

Schule Kleefeld: 1 Klasse 3. Schuljahr, Führung, Klasse geht nicht in die Vorstellung

Kinderkurs: 7 Kinder, Führung

Schule Wylergut: 1 Klasse 6. Schuljahr

Schule Muristalden: 4./5. Schuljahr

2004/05

Gymnasium Hofwil

zwei Klassen

Tertia musisches Gymnasium

Projektwoche zu Expressionismus, Impressionismus und Dada
 

Arbeit an Lyrik aus dieser Zeit

Performance am Ende der Woche

 

mit Michaela Wendt www.michaelawendt.ch

2004/05

Pädagogische Hochschule Bern

Kongress „Heterogenität und Integration Umgang mit Ungleichheit und Differenz“

Leitung eines Workshops 

2004/05

Swiss Musical Schule Bern

Workshop Schulentwicklung

mit Martin Stierli

2002/03
2003/04

Schulhaus Schwabgut Bern

8. / 9. Klasse Sek I Realschule

„Draussen vor der Tür“

nach Wolfgang Borchert Hörspiel und szenische Aufführung

 

mit Michael Röhrenbach www.theater.ch

Marcel Leemann www.marcelleemann.ch Choreografie

Lukas Walther http://www.ttmc.ch Audiobearbeitung

Nicolas Mentha Gestaltung Programm und Cover

 

 

 

 

 

Das Projekt braucht deinen Kopf, deinen Körper, deine Fantasien, deine Gefühle, deine Träume, Hoffnungen, Sehnsüchte, deine Seele, deine Fähigkeiten, deine Intelligenz, deine Erfahrungen. „Nur“ ein bisschen lustig, wird ganz schnell öde und langweilig. Einfach so „entdeckt“ zu werden, einmal „Star“ sein ist nicht so schnell zu haben, das wird zwar manchmal vorgegaukelt, ist aber sehr oft eine grosse Lüge. Aber - gerade und aufrecht ein Publikum anzusprechen, das kann man lernen – indem man es tut.
 

2003/04

Schulhaus Schwabgut Bern

Aktionswoche mit San Keller

 

www.museumsankeller.ch


mit Michaela Wendt /www.michaelawendt.ch

 

Die San Keller Show

 

Die San Keller Show dauert solange, wie du willst!

San Keller präsentiert dir seine Aktionen bis du genug hast. Du kannst bereits nach 5 Minuten gehen und den freien Nachmittag geniessen. Du kannst auch 10 Stunden bleiben und dann gleich ins Bett gehen. Doch nicht genug, du kannst auch bestimmen, welche Aktionen San Keller vorstellt. Sämtliche Aktionen hängen am "San Baum" zur Auswahl. San Keller weiss zu jeder Aktion einiges zu erzählen und zusätzlich lagern in einer Kiste über 100 Stunden Filmmaterial. Den Schlussapplaus spendiert sich San Keller selbst, wenn die letzte Besucherin die Aula verlassen hat.

 

 

2003/04

Kultur-Schloss-Rossla

In Rossla, zwischen Sangerhausen und Nordhausen steht ein leeres Schloss.

Wie so viele Schlösser in der ehemaligen DDR verfällt es und sollte einer Nutzung zugeführt werden.

Mit Hilfe von EU Geldern, einem umfassenden Konzept und sehr viel Arbeit setzen wir in zwei Jahren mit Hilfe von Künstlern, Architekten,wirtschaftlich versierten Fachleuten, Handwerkern, ABM Kräften, ein Euro Kräften, Freunden und Jugendlichen das Konzept für das „ Kultur-Schloss-Rossla“ um.

Eine Herkulesaufgabe.

Ein Montessori Kinder- und Jugendhaus entsteht, ein Restaurant, ein Kultursommer mit diversen Veranstaltungen, Feste werden organisiert und gefeiert und das grosse Schloss wird renoviert bis die Gelder verbaut sind und die Unstimmigkeiten mit der Gemeinde die Oberhand gewinnen die einen anderen Begriff von sinnvoller, wirtschaftlicher Nutzung hat.

Grosse Teile des Schlosses liegen jetzt wieder in einem Dornröschenschlaf.

 

 

Christoph und Sylvia Lemma Herrmann www.arspopularis.de

Andreas Herrmann www.luzernertheater.ch

 

 

2003/04

Stadtheater Bern

Stückbegleitung für 23 Schulklassen

„Romeo und Julia“

13 besuchte Klassen

Sekundarstufe 1: 11 Klassen, davon 1 Klasse Gymnasium

Sekundarstufe 2: 2 Klassen:

- 1 Klasse 10.Schuljahr BFF

- 1 Klasse Berufsschule für Verwaltungsangestellte

 

Mitarbeit im Theater: André Benndorf

Thomas Mathys Sylvia Jung Thomas Pösse Mario Portmann

 

 

 

"Die Möwe"

Sekundarstufe 2  2 Klassen, Gymnasium Neufeld und Köniz

Ein Probenbesuch

 

"Orchsterballett"

Probenbesuch mit Führung für Sekundarstufe II und zwei Lehrlingsgruppen aus der Migros Aare

 

"Hasse Kalsson"

Ausschreibung für eine spezielle Stückbegleitungfür 7.Klassen:

 

- den Entstehungsprozess begleiten

- im Zeichenunterricht Vorschläge für Kostüme entwerfen

- Besuch der Generalprobe

- Mutproben in der Kulisse des Stücks

 

 

 

2003/04

Migros Aare Sozialwoche

Training mit Lehrlingen

Auftritt auf Bühne im Kornhaus Stadttheater Bern

 

 

Fotos  Kultur Schloss Rossla

2003/04

Berufsschule für Verwaltung Bern

Training für 1 Klasse 3 Doppellektionen

 

 

2002/03

Schulhaus Schwabgut Bern

7./8. Klasse Sek I Sekundarschulklasse

„Ich“

Gedichte und HipHop 
mit Mila Brändli

Andrea v. Gunten www.bounceurban.ch

Choreografie

Nicolas Mentha Gestaltung Programm

 

 

 

 

 

 

 

 

2002/03

Schulhaus Schwabgut Bern

9. Klasse Sek I Realschulklasse

„Rosinen im Kopf“

Gedicht – Tanz – Theater
mit Marcel Leemann www.marcelleemann.ch
Nicolas Mentha Gestaltung Flyer und Programm

 

http://www.gerhardblaettler.ch

2002/03

Sekundarschule Münchenbuchsee

beratende Begleitung einer Produktion

 

 

2002/03

Schulhaus Hochfeld Bern

6. Klasse Primarschule

„Glücksträume“
 

 

 

mit Mila Brändli

Oliver Lütolf www.muellerluetolf.ch

Gestaltung Flyer

 

Bild Paula Herrmann

 

2002/03

Pflegeheim der Stiftung Siloah Gümligen

„Lyrik und Lieder“


mit Christoph Hebing www.jungebuehne.ch

2002/03

Theater Bern

Stückbegleitung für 23 Schulklassen

Stücke: „Arsen und Spitzenhäubchen“, „Das Mass der Dinge“, „Shockheaded Peter“, „Floh im Ohr“, „Blunt“, „Goldbergvariationen“, „Rose Bernd“, „Andrea Chénier“, „Junge Choreographien“, „Orchesterballett“, „Ballettabend“, „Trovatore“

Probenbesuche konnten für 9 Klassen organisiert werden

 

Mitarbeit aus dem Theater: André Benndorf, Fabienne Biever, Sebastian Mirow, Stefano Wenk, Thomas Mathys, Malte Kühn, Angelika Salvisberg, Ursula Füri, Stefan Steinmetz, Félix Duméril

berücksichtigte Klassen

Sekundarstufe 1: 8. und 9. Schuljahr, 15 Klassen, davon 1 Klasse Gymnasium

Sekundarstufe 2: 7 Klassen

- 2 Klassen Berufsschule

- 1 Klasse Wirtschaftsmittelschule

- 4 Klassen Gymnasium, NMS und Neufeld

2002/03

Stadttheater Bern

Leitung und Durchführung eines Firmenevents für die Atag Bern in Zusammenarbeit mit dem Theater

mit Martin Stierli

 

2002/03

Swiss Musical Schule Bern

Workshop „Sprache und Tanz“

mit Michael Schulz www.akardance.ch

 

2002/03

Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule

Bern Berufsvorbereitung BV

10. Schuljahr 5 Doppellektionen

mit Mila Brändli

 

2000/01
2001/02

Bild Paula Herrmann

 

Schulhaus Schwabgut Bern 7./8. Klasse Sek I Sekundarschulklasse

„Ich geh in deinem Gesicht spazieren“

Gedichte, Szenen und Tanz 
Carole Meier www.akardance.ch Choreografie

 

Foto Eliot Lee Hazel

2001/02

Theater Bern

Stückbegleitung für 16 Schulklassen

Stücke: „Arsen und Spitzenhäubchen“, „norway.today“, Oper „Macbeth“, „Junge Choreographien“

Probenbesuch für 12 Klassen

 

 

 

berücksichtigte Klassen: 16

Sekundarstufe 1: 8. und 9. Schuljahr 12 Klassen, davon 1 Klasse Gymnasium NMS, 1 Klasse Landschulheim

Sekundarstufe 2: 4 Klassen

- 2 Klassen 10. Schuljahr BFF

- 1 Klasse Gymnasium NMS

- 1 Klasse Wirtschaftsmittelschule

 

Mitarbeit aus dem Theater

Stefano Wenk  Andrè Bendorf  Silvia Maria Jung  Cyril Tissot  Ursula Füri- Bernhard  Felix Dumèril

2001/02

Swiss Musical Academy Bern

Lehrauftrag Schauspiel

 

 

 

Kein Schauspieler ist wirklich erfolgreich, sofern er nicht sein Leben lang tief in seinem Innersten davon überzeugt ist , dass er gut ist. Wenn sie nicht selbst davon überzeugt sind kann ihnen kein noch so stürmischer Applaus und kein Erfolgssymbol dieses Gefühl vermitteln. Dieses Gefühl, dieses Selbstvertrauen muss ein Schauspieler trotz aller Widrigkeiten in sich tragen. Und es ist unsere, meine Aufgabe, dieses Selbstvertrauen in Ihnen zu verankern. Und wenn sie es dann haben , werden sie mich nicht mehr brauchen…..Sie werden mit dem Regisseur zusammenarbeiten, aber sie werden niemals sagen:“ Helfen sie mir“

 

Stella Adler Verlag Henschel 2000 „ Die Schule der Schauspielkunst“

1999/00
2000/01

Schulhaus Hochfeld Bern

drei Klassen Primarschule 5./6. Schuljahr

„Prinz Hamlet“

F. K. Waechter
Andreas Herrmann

Freddy Zaugg  Musik www.fredyzaugg.com

Carole Meier
www.akardance.ch Choreografie

Christoph Hebing www.jungebuehne.ch Licht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1999/00

Schulhaus Schwabgut Bern

7./ 8. Klasse Sek I Realschulklasse

„Lyrik und Musik“


Fredy Zaugg www.fredyzaugg.com

Klarinette

Viktor Pantiouschenko Akkordeon Bass

www.pauwau.ch

1999/00

Schulhaus Schwabgut Bern zwei Kleinklassen Primarschule 1. Schuljahr

„Der kleine Bär“

nach einer Geschichte von E. Holmelund Minarik

 

1999/00

Schulhaus Schwabgut Bern zwei Klassen 8./9. Schuljahr Sek I Realschulklasse

„Westendstory Die Strasse gehört allen“

nach „Westsidestory“ von L. Bernstein 

Marcel Leemann Choreografie

http://www.marcelleemann.ch/aktuell.htm

 

2000/01

Stadttheater Bern Stückbegleitung

„Westsidestory“ Probenbesuch und Besuch der Vorstellung

Besuch des Ballettabends

Schule Schwabgut Bern zwei Klassen 9. Schuljahr Sek I Realschulklasse

 

 

 

 

 

 

Konzeptpapier Juni 2000

Spielart bietet bietet dem Theater an: Infrastruktur, Kompetenz und Erfahrung für theaterpädagogisches Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen

Spielart erarbeitet Strukturen für Kinder- und Jugendarbeit am Theater

A. Wehberg und R. Mentha besuchen Klassen, in denen Stücke aus dem Spielplan vorbereitet oder nachbearbeitet werden, gegebenenfalls gemeinsam mit SchauspierInnen, Regisseuren, es werden wenn möglich Probenbesuche angeboten

später sollen Werkstätten für Jugendliche und Erwachsene (LehrerInnen) organisiert werden

Informationsveranstaltungen, Werbung

 

Jugendtheaterclub Ecplore@ 2001 – 2005, Koproduktionen mit dem Theater La Cascade

Das Rote Licht 2001

R&J- Romeo und Julia 2002

Heidi@Heimat 2003

König Ubu 2004

Lucky Punch 2005

Leitung: Christoph Hebing

Marcel Leemann

2000/01

Swiss Musical Academy Bern

Lehrauftrag Schauspiel

Sommerworkshop 1 Woche

 

 

 

2000/01

SHL Bern Consulting

Training in Präsentation

2 Tage

 

 

 

1998/99

Schulhaus Muesmatt Bern

„Gedichtabend 70 Gedichte“  

1-4 Klasse gemeinsam

 

 

Alle Schülerinnen und Schüler und das gesamte Kollegium sind involviert in den Prozess einen grossen Event zu planen, zu proben und aufzuführen.

Wir sind so begeistert , dass wir wissen dass wir unsere Arbeit aufnehmen und die nächsten Schritte wagen....